South Afrika - The Big Adventure Park

 

Wenn man selbst schon fast alle Länder Afrikas bereist hat, mit Kindern von den Malediven bis zu den Seychellen, in Florida oder anderen Badedestinationen tolle Urlaube verbracht hat, dann sehnt man sich irgendwann auch nach der ersten Abenteuerreise mit dem Nachwuchs. Nach langem Überlegen, Diskussionen mit Mama und im Familienrat kommt am Ende nur ein Ziel in Frage - ohne Wenn und Aber – Südafrika. Ein Land, so reich und so vielfältig wie kaum ein zweites auf Erden, voll Schönheit, Anmut und Freundlichkeit. Das farbenprächtige und abwechslungsreiche Naturspektakel bietet unendlich viele Möglichkeiten, mit Kindern den Artenreichtum dieser Welt zu bestaunen. Perfekte Organisation, eine ideale Infrastruktur und die besten Guides auf dieser Erde machen den Urlaub schließlich auch zu einer Abenteuerreise – und nicht zu einer abenteuerlichen Reise. Auf den nächsten Seiten lade ich Sie ein, mit uns auf eine Rundreise durch Südafrika zu gehen, wo jeder Tag ein Feuerwerk an Erlebnissen für Groß und Klein ist!

Kapstadt wir lieben Dich
Diese quirlige, bunte und lebensfrohe Stadt ist eingebettet in einmalige Natur mit dem markanten Tafelberg im Mittelpunkt und den beiden sich am Kap vereinenden Ozeanen. Die Waterfront ist die Flaniermeile, das Zentrum von Unterhaltung und Shopping. Andere Stadtteile halten dagegen: Die Strandpromenaden von Clifton und Camps Bay konkurrieren mit Venice Beach oder Malibu. In der Waterkant schießen elegante Geschäfte für Mode, Möbel und Kunst wie Pilze aus dem Boden während die Straßen von Bo-Kaap mit ihren bunten Häusern und gemütlichen Cafés mit Charme und Flair begeistern. Jede Menge Lifestyle in allen Variationen bietet diese multikulturelle Stadt ihren Besuchern, zum Außergewöhnlichen verfeinert durch die exzellente, raffinierte Küche, die hervorragenden, nach Vanille und Schokolade mundenden Weinen und die Menschen, die besonders kinderlieb sind. Die Liste der Ausflüge für und mit Kindern in Kapstadt ist endlos. PC und Play Station haben hier keine Chance. Unsere beiden (9 und 7J) hat die Abenteuerlust sofort gepackt und wenn die einmal da ist, kann sie kaum gestillt werden. Also nichts wie los und auf in den Familienspaß.

Our Home is our castle
In und um Kapstadt gibt es unendlich viele Möglichkeiten etwas zu unternehmen, deshalb sollte man hier mindestens vier Tage einplanen. Das One&Only Capetown gehört zu den Top-Hotels der Stadt und befindet sich direkt an der Waterfront. Unmittelbar mit Betreten des One&Only eröffnet sich dem Gast der exklusive Blick durch die gigantische Glasfront der Vista Bar auf den majestätischen Tafelberg. Es erinnert vielmehr an ein Resort inmitten einer pulsierenden Stadt und lädt besonders Familien zu Aktivitäten sowohl außerhalb als auch zu unvergesslicher Urlaubsatmosphäre innerhalb der Anlage ein. Von Wassersportmöglichkeiten am Strand über Mountainbiken, Wandern und Sky-diving bis zur völligen Entspannung am Pool, einem Kinderunterhaltungsprogramm und Fitnesscenter bietet das One&Only eine abwechslungsreiche Auswahl für die Freizeitgestaltung. Neben dem Hauptgebäude sind auch Zimmer oder Suiten auf dem „Island“ verfügbar. Die eigens für das One&Only angelegte Insel ähnelt einem kleinen Paradies - besonders für Kinder - mitten in Kapstadts Hafen welche den eigentlich typischen Charme der One&Only Resorts widerspiegelt. Auf der Insel befindet sich neben den Bungalows das Spa und die große Poolanlage mit dem Open-Air Restaurant „Isola“. Im hauseigenen Kids Club können Sie Ihre Kleinen beruhigt ihren Spaß haben lassen, denn dort werden die Kinder von Fachkräften betreut und mit Yoga, Malerei, Computerspielen und vielem mehr unterhalten. Innovative kulinarische Erlebnisse gibt es für die ganze Familie: Das Reuben ist kulinarischer Tempel der gehobenen Küche in dem die „Kids“ von dem immer freundlichen und lustigen Service begeistert sind. Das "Trendy" lässt Mama schwärmen mit Sonnenuntergang und spektakulärem Blick auf den Tafelberg während sich Papa im "Wine Loft" bei einer Auswahl von 6000 Flaschen Wein - natürlich mit Schwerpunkt auf die südafrikanischen Sorten – austoben kann.
Wer dem Trubel der Stadt am Abend entrinnen möchte und auf Ruhe und Meeresrauschen setzt findet mit dem Tintswalo Atlantic am Fuße des grandiosen Chapman’s Peak ein außergewöhnliches Zuhause. Die majestätische Lage verzaubert mit traumhaften Panoramablicken auf den Atlantik und fantastischen Sonnenuntergängen. Die hervorragenden Speisen können ganz nach Vorlieben auf dem Restaurantdeck oder privat in Ihrer Suite genossen werden. Im gesamten Cape Mountain Fynbos Reservat, das für seine vielfältige Fauna und Flora bekannt ist, ist es das einzige Hotel. Die großzügigen Zimmer sind in Blau-, Grün-, Aquamarin-, Braun- und Silbertönen gehalten um die Natur der Gegend zu ergänzen und die Farben des Meeres widerzuspiegeln. Große Sofas, bequeme Stühle, elegante Holzböden, Kristallleuchter und einzigartige Korallen, Muscheln und Proteas geben dem Ganzen einzigartige Eleganz und Komfort.

Jetzt geht’s los – Mittendrin.
Die Victoria & Alfred Waterfront ist das Vergnügungsviertel der Stadt. Es beherbergt eine ganze Reihe an beliebten Restaurants und lädt zu einem ausgiebigen Bummel durch die Gassen des Hafens ein. Hier genießen die Menschen das lebhafte Hafenviertel mit allen seinen Möglichkeiten. Unter anderem findet man hier auch den größten Handarbeits-Markt in Kapstadt, den „Waterfront Craft Market“ und viele kleine Kunsthandwerks-Geschäfte wie beispielsweise „African Trading Port“ wo es sich wirklich lohnt, auch einmal in den oberen Stockwerken die Kunstschätze und Raritäten anzusehen. Für Kinder lohnt sich das 1995 eröffnete Two Oceans Aquarium an der V&A Waterfront. Es zählt mit seinen 31 Großbecken zu den Attraktionen von Kapstadt. Das Größte der Becken ist ca. 30 Meter lang, bietet eine fast 10 Meter hohe Panzerglasscheibe und fasst ca. 2 Millionen Liter Meerwasser. In den Aquarien können Sie Haie, Kleinwale, Seerobben sowie unzählige weitere Fischarten der südlichen Ozeane und Flüsse beobachten. Von der V&A Waterfront starten auch zahlreiche Ausflüge, wie die Robben Island Tour. An Bertie’s Landing (zwischen Waterfront und Clock Tower) beginnen die Touren mit einem Makanaboot, welches binnen 20 Minuten zur ehemaligen Gefängnisinsel Robben Island fährt. Die historisch bedeutsame Insel, auf der einst Präsident Mandela inhaftiert war, wird per Bus erkundet. Will man den Sonnenuntergang vor Kapstadt vom Wasser aus beobachten bucht man eine Sundowner Cruise auf einem Katamaran oder einer Segelyacht. Diese legen täglich zu verschiedenen Zeiten am Nachmittag von der Waterfront ab. Dauer je nach Anbieter etwa 1½ Stunden. Bei gutem Wetter ist es traumhaft schön, die Kulisse von Kapstadt von der See aus in der untergehenden Sonne glitzern zu sehen. Abfahrtszeit für Sundowner Cruise 17:30 Uhr.
Die „Cape Quarters“ bieten alles was ein Shopping-Herz begehrt. Tolle individuelle Geschäfte - eben nicht Gucci & Co, schöne Cafés und typisch südafrikanische Designer und Künstler. Auf jeden Fall einen Besuch wert und zum Mittagessen ins „The Tank“ zum Sushi essen! In den bunten Gassen der Church Street findet man zahlreiche Stände und Geschäfte mit Accessoires und neuem sowie antikem afrikanischem Kunsthandwerk. Am Ende der Gasse hört man schon die Klänge einer kleinen Band, bestehend aus vier älteren Herren, die mit ihrer Musik den Kaffee an der Ecke versüßen und einem dabei das Herz öffnen. Im Waterkant Viertel findet man viele Antiquitäten-Läden, die definitiv einen Besuch wert sind. Sie gleichen eher gut sortierten Museen und die Ausstellungsstücke tragen anstatt der Herkunftsbeschreibung ein Preisschild und man kann sie, wenn es die Größe zulässt, sofort mitnehmen. In der Waterkant Street 66 befindet sich beispielsweise „Private Collections“ – hier findet man von jahrhundertealten Tempeltoren aus Indien über Lampen, Statuen und Möbel alles Mögliche aus aller Welt. In der Long & Kloof Street tobt das Leben und trendiges Design trifft gegenwärtig auf alle Schichten von Kapstadts Bevölkerung. In diesen beiden Straßen trifft man Rastas, Hippies, Schickeria – querbeet – und genau das macht diese Straßen zum Bummeln und Staunen aus. Neben den kreativen Geschäften befindet sich hier auch das bekannte Restaurant „Mama Africa“ wo man sich für die nächste Shopping-Runde lecker stärken kann.
Neben all den Attraktionen rund um den Tafelberg sollte man nicht vergessen, den Ausblick vom Tafelberg selbst auf 1.082 Metern zu genießen. Die Entscheidung zwischen festem Schuhwerk für den Aufstieg zu Fuß oder der bequemeren Variante mit dem Table Mountain Aerial Cableway muss am Parkplatz am Fuße des Berges fallen. Sehr empfehlenswert und atemberaubend schön ist der Aufstieg über die Platteklip Schlucht. Der gut ausgeschilderte, 3 km lange Weg fordert durch die Höhenmeter, die man hauptsächlich in der Schlucht selbst über große Stufen zurücklegt. Auf den Signal Hill fährt man mit eigenem Auto kurz vor Sonnenuntergang. Möglichst bei schönem und windstillem Wetter. Man erreicht den Aussichtspunkt über die Signal Hill Road welche zwischen Camps Bay und Cape Town abgeht. Ausgerüstet mit vollem Picknickkorb setzt man sich auf die eigens gestaltete Plattform zum Farbspektakel des Sonnenuntergangs am Horizont des Atlantiks. Kult!

Jetzt geht’s weiter – weiter draußen
Ein Muss bei einem Kapstadt-Besuch ist zweifelsohne Cape Point und das Cape Of Good Hope. Seit 1998 wurde ein 7.750 Hektar großes Gebiet am Ende der Kap Halbinsel, wo Atlantik und indischer Ozean aufeinander treffen, zum Nationalpark erklärt. Auf dem Weg zu diesem Tagesausflug (!) macht man Halt in Boulders, wo sich eine Pinguin-Kolonie angesiedelt hat und fährt dann weiter bis zum Parkplatz Cape Point. Die schönste Aussicht genießt man am Cliff View. Hier hat man den besten Blick auf das Zusammentreffen von indischem Ozean und Atlantik, kann stundenlang den Vögeln zusehen, die sich mit angelegten Flügeln waghalsig an den stürmischen Klippen nach unten stürzen, dann wieder hochsteigen, suchend, bis sie wieder die Chance haben zu landen. Auf dem Rückweg besucht man das kleine Fischerdörfchen Kalk Bay. In dem malerischen Ort gibt es Bücherläden, witzige Designer-Mode zu bezahlbaren Preisen und eine Menge an hochinteressanten Sammler-Shops mit uralten Fotoapparaten, National Geographic Heften oder Blechspielzeug. Die perfekte Mittagspause befindet sich inmitten des Hafens von Kalk Bay - im Harbour House. Dort bekommt man perfekt zubereiteten frischen Fisch serviert und wird durch die gewaltigen Wellen des Atlantik, welche bis in den ersten Stock an das Fenster donnern, bestens unterhalten. Die vielen Robben sonnen sich teilweise direkt an der Hafenmauer.
Als Familie sollte man einen Ausflug nach Bloubergstrand an der nördlichen Küste von Kapstadt einplanen. Von hier aus – direkt am Strand - hat man herrliche Ausblicke auf den Tafelberg mit Kapstadt im Vordergrund, eines der berühmten Postkartenmotive. Der Strand und die Dünen gleichen denen an der Nordsee und der Wind ist allgegenwärtig. Kinder können hier Drachen steigen lassen oder einfach nur im endlosen Sand spielen. Für Botaniker und Naturfreunde ist ein Besuch des Botanischen Gartens Kirstenbosch mit alten Zykladen und vielen verschiedenen Proteen, der Nationalblume Südafrikas sehr empfehlenswert. Es lohnt sich auf jeden Fall, noch eine Picknickdecke mitzunehmen und die schöne Kulisse ausgiebig zu genießen.
Für Kinder, die Reiten lieben, ist das Sleepy Hollow Horse Riding ein wahres Eldorado. Es befindet sich im Herzen des schönen Noordhoek Tales unterhalb des beeindruckenden Chapmans Peak Drive. Die kleine Ranch mit Hunden und Pferden wirkt in keinster Weise touristisch, ist absolut authentisch. Die Erfahrung von Ausritten mit Ausblicken auf den Chapmans Peak und den Noordhoek Strand ist eine Erfahrung der besonderen Art und für jede Altersklasse sowie für Anfänger und Profi gleichermaßen geeignet. Ausritte am Strand sind erst für Kinder ab 12 Jahren erlaubt, für die Kleineren geht es in die ebenfalls wundervolle Trail-Landschaft vor der Küste. Reizend, bezaubernd, unvergesslich und der heimliche Star der Ranch ist für Kinder Mogli, der Hund zum Knutschen! Nach dem Ausritt genießt man am besten den Chapman’s Peak Drive, der genau hier startet und entlang der wunderbar rauen Atlantikküste führt. Die sehr schmale und bergige Küstenstraße, die 1922 eröffnet wurde, ist seit 2003 nach dreijährigen Sanierungsarbeiten der Straße wieder befahrbar. An den vielen Haltebuchten gibt es unglaublich schöne Aussichten auf Hout Bay und im Chapman’s Peak Restaurant von Hout Bay lässt sich der Sonnenuntergang mit einer guten Flasche Wein und hervorragendem traditionellen Essen genießen.
Besonders für kleinere Kinder empfehlenswert ist das bei Somerset West gelegene Cheetah Outreach. Die Einrichtung hat sich den Schutz der Geparde in der Wildnis zum Ziel gesetzt. Volontäre aus der ganzen Welt geben hier Führungen und allerlei interessante Informationen über Geparde, aber auch andere Tiere wie Schabrackenschakale, Löffelhunde oder Servale. Alle Führungen sind hochprofessionell und bringen einen schließlich zu den Stars der Ranch: den Geparden. Dabei kommt man ihnen so nahe, dass man sie streicheln und schnurren hören kann. Ein super Erlebnis für Kinder und wer zur richtigen Zeit kommt kann auch junge Geparde erleben. Mindestens genauso wie die Geparde haben Lara und Ella die jungen Volontäre begeistert, die jedem Gast mit Freude und Begeisterung die Tiere näher bringen. Auf der Rückfahrt hieß es dann: Das will ich auch machen, wenn ich groß bin.

Natürlich darf auch die Weinregion von Kapstadt nicht fehlen, wenn es auch für Kinder etwas langweiliger ist. Ein Kompromiss ist das kleine malerische Städtchen Franschhoek, mitten in den Winelands. Der kleine Ort lebt von seinem französischen Flair, er wurde 1688 von Hugenotten gegründet, die in Frankreich wegen ihrer protestantisch-calvinistischen Überzeugungen verfolgt wurden. Besonders deutlich werden diese Wurzeln auf der Main Road, wo sich schicke Straßencafés, französische Restaurants, Boutiquen und Galerien aneinanderreihen. In und um Franschhoek liegen zahlreiche renommierte Weingüter wie Boschendal, La Motte, L'Ormarins, Dieu Donné, Mouton-Excelsior oder Haute Provence. Eine mit nichts zu vergleichende Erfahrung stellt ein Besuch in den Townships dar. Die professionell geführten und völlig ungefährlichen Touren kann man direkt im Hotel buchen. Sicherlich ist es die unschöne Seite von Kapstadt, aber gehört eben auch dazu und man sollte die Augen davor nicht verschließen. Es mag von manchen als voyeuristisch kritisiert werden, doch von den durch Guides geführten Touren profitieren letztendlich auch die Bewohner der Townships. Der Guide wartet an den Townships und führt die Besucher komplett durch die unterschiedlichen Gebiete der Townships. Es gibt relativ wohlhabende Gebiete, welche Mittelstandssiedlungen mit normaler Infrastruktur sind. In den letzten Jahren wurden diverse Shoppingmalls dort errichtet. Auf der anderen Seite gibt es jedoch auch Viertel mit bitterster Armut. Als Familie sollte man auf jeden Fall einen Kindergarten in einem der armen Viertel besuchen. Die Herzlichkeit der Kinder und Betreuer bewegt zutiefst und stimmt natürlich nachdenklich. Es empfiehlt sich Süßigkeiten, Stifte und andere kleine nutzbare Dinge mitzunehmen. Lara und Ella haben die mit großer Freude an die vielen niedlichen Kleinen verteilt, als Dankeschön wurden dann ein paar herrliche afrikanische Lieder dargeboten. Auch das ist ein unvergessliches Erlebnis für alle. Noch heute reden beide von diesem Besuch, haben an Weihnachten ein großes Paket nach Kapstadt in den Kindergarten geschickt. Mehr als drei Wochen nach der Reise malte Ella an einem großen Bild von Südafrika. Sie malte keine Löwen, keine Geparden oder Elefanten. Sie malte den Kindergarten.

Auf zur Walker Bay
Auf der N2 verlässt man Kapstadt wieder und steuert an der abwechslungsreichen Küste des indischen Ozeans nach Norden. Kilometerlanger Sandstrand wechselt mit rauen Felsklippen, schönen Lagunen. Erster Abschnitt ist die Region um Hermanus. Die Farm Grootbos – bekannt durch „Sing mein Song“ - liegt inmitten eines der artenreichsten Pflanzenschutzgebiete dieser Welt. Man erreicht seine ungewohnt großzügige Suite über verschlungene Pfade, die durch einen wild duftenden Fynbosgarten führen. Von allen Seiten betört ein Farben- und Aromenrausch: erdig duftendes Braun, frisch schmeckendes Orange, ruhig atmendes Grün. Diese natürliche Harmonie stand Pate für das Konzept der Inneneinrichtung. Edles Holz, dezente Farbakzente, weiche, fließende Formen, gekonnt arrangierte Details. Die Garden Lodge liegt direkt oberhalb eines schön angelegten Teiches und bietet traumhafte Ausblicke auf die Walker Bay. Highlight ist das Restaurant in dessen Mitte eine große, zum Raum offene Feuerstelle in den Abendstunden für eine wohlige Atmosphäre sorgt. Die Forest Lodge ist ein Meisterstück der Design-Kunst und versprüht ein elitäres aber dennoch gemütliches Ambiente und in der 1.200 Quadratmeter großen Grootbos Villa können Sie mit Ihrer Familie oder Freunden ganz privat wohnen. Sie bietet insgesamt sechs Zimmer sowie Rundum-Betreuung mit eigenem Koch, Butler und privatem Ranger. So atemberaubend wie die Lodges präsentiert sich auch die Gastronomie: Die Küche von Grootbos gehört zu den besten in der ganzen Kapregion. Die Farben und Gerüche der Natur inspirieren zu außergewöhnlichen Kreationen mit feinen Kräutern und ausgesuchten Kapweinen.
Zu Fuß oder im offenen Geländewagen geht es mit erfahrenen Guides in die Natur und man erfährt viel über die einzigartige Fynbos-Vegetation und die einheimische Tierwelt. Das Grootbos Private Nature Reserve liegt zudem oberhalb der Walker Bay, dem besten Küstenabschnitt für die Beobachtung der seltenen Southern Right Wale. Eines der großen Highlights Südafrikas bildet die Dünenlandschaft der Walker Bay. Angetrieben von der frischen Seeluft, hinterlässt man seine Fußspuren im weißen Sand oder sucht sich den schönsten Platz für ein unvergessliches Picknick. Die Klippen und Wege an den Küsten in Hermanus und De Kelders machen Grootbos zu einem der besten Ausgangspunkte für landbasierte Walbeobachtung, wenn nicht sogar zum besten. Jährlich zieht es die südlichen Glattwale von ihrer eisigen antarktischen Futterstelle in diese wärmeren, geschützten Buchten, wo sie sich paaren, ihre Jungen gebären und aufziehen. Im Hafen von Gansbaai lassen sich alle Bootsabenteuer professionell buchen. Fahren Sie mit dem Boot zum Dyer Island und beobachten Sie Robben bei ihren Kunststücken im Wasser und erleben danach Wale. Der Bootsführer muss einen Mindestabstand von 50 Metern zu den Walen einhalten, um sie nicht zu stören. So neugierig wie die sanften Riesen jedoch sind, schwimmen sie häufig selbst ganz nah ans Boot heran und erlauben den dann „Glücklichen“ unglaubliche Begegnungen. Und Nervenkitzel pur ist das Tauchen mit dem weißen Hai. Sie müssen kein Adrenalin-Junkie sein, um dieses Naturabenteuer zu genießen und zwar Jung und Alt. Der speziell angefertigte und an einer Seite des Bootes befestigte Käfig ist absolut sicher. Ein Teil des Käfigs ragt aus dem Wasser hervor, sodass sich die Taucher nie mehr als einen Meter unterhalb der Wasseroberfläche befinden. Wenn die Haie um das Boot schwimmen, begeben sich die Taucher in den Käfig und die Haie werden bis auf Zentimeter herangelockt. Dann ist man Auge in Auge mit dem atemberaubendsten Raubtier des Meeres. Unsere kleine Tochter wollte unbedingt in diesen Käfig steigen (sie liebt einfach alle Tiere), was jedoch durch ein energisches „Nein“ von Mama unterbunden wurde. Trost fand Ella schnell bei den beiden Hängebauchschweinen Friggles und Odgis, den kleinen drei Wochen alten Häschen, dem Schimmel-Pony und den vielen Pferden von Grootbos. Daher auch ein ganz klares „Top of the Top“ von den Kindern für den Austragungsort von “Sing meinen Song“ (Originalton: „Bei so einer schönen Lodge müssen die ja gut singen“).

Zeit für das Kinder Eldorado
Nun geht es in Richtung Plettenberg Bay. Es ist die längste Fahrtstrecke mit ca. fünf Stunden Fahrt auf der N10 durch die blühende und weite Landschaft entlang der Garden Route. Dabei passiert man die Städte Swellendam, Mossel Bay, George und Knysna für ausreichend schöne Zwischenstopps. Unser erstes Zuhause ist die vielfach ausgezeichnete Hog Hollow Country Lodge, ein charmantes Landhotel mit großartigem Blick auf die Tsitsikamma Mountains. Das Hog Hollow hat zahllose Kamine, Hängematten und ist in sanften, natürlichen Farben und warmen Stoffen eingerichtet. Jede Menge lokales Kunsthandwerk ist teilweise verrückt dekoriert und schafft eine gemütliche und dennoch moderne Atmosphäre. Das exzellente Essen und der freundliche, unaufdringliche Service machen den Aufenthalt sehr angenehm. Köstliche Abendessen werden bei Kerzenlicht im Haupthaus serviert während man das Frühstück am Besten auf dem von der Sonne verwöhnten Deck genießt. Es ist der ideale Ausgangspunkt für das unglaubliche Feuerwerk an Freizeitaktivitäten rund um diese Gegend. Zum einen locken endlose weiße Sandstrände und auch an diesem Küstenstreifen lassen sich Bootsfahrten zum Whalewatching buchen – alles bei sehr professionellen Veranstaltern. Außergewöhnlich ist eine Tour zu der nahegelegen Robbenkolonie mit einer besonderen Erfahrung: In Neoprenanzug und Schnorchelausrüstung geht es ab ins Meer und man schwimmt mit den schwarzen Wasserkünstlern Seite an Seite. Das nennt sich auch Swimming with the seals, wobei Schnorchler im Vergleich zu den pfeilschnellen Robben eher Treibgut sind.

An Land geht es nicht weniger spannend zu. Wer gerne wandert, den wird die Landschaft im Tsitsikamma Nationalpark mit seinem immergrünen Regenwald begeistern und für Tierliebhaber ist das Elephant Sanctuary die einmalige Gelegenheit, mit den beeindruckenden Tieren in direkten Kontakt zu kommen, sie anzufassen und zu füttern. Der Schwerpunkt liegt auf der Erziehung durch Interaktion, die unter den wachsamen Augen eines speziellen Elefantenhüters stattfindet. Als Gast wird man Teil der besonderen Beziehung, die Pfleger und Tiere an diesem Ort miteinander teilen. Stellen Sie sich einen Rüssel-in-der-Hand-Spaziergang mit diesen außergewöhnlichen Riesen vor, die Ihnen geduldig folgen werden. Auch im Tenikwa Wildlife Awareness Centre geht es natürlich um Tiere. Man lernt insbesondere verschiedene Arten afrikanischer Wildkatzen aber auch anderer Tiere besser kennen. Sie erfahren außerdem viel Wissenswertes über ihre Lebensweise sowie über die Bedrohungen, welchen die Tiere ausgesetzt sind und tragen zusätzlich mit dem Eintrittsgeld zum Erhalt des Zentrums bei. Auch die lokale Bevölkerung lernt hier, wie wichtig der Schutz dieser Lebewesen für die Menschen ist. Highlight sind Spaziergänge mit Geparden durch die schöne Fynbos-Vegetation (ab 16 Jahren). Die Auflistung könnte noch einige Seiten weitergehen, denn da wären z.B. noch Monkeyland, Birds of Eden, Segeln, Kayaking, Surfen, eine Klettertour in den Baumwipfeln oder Bungee Jumping (mit 216m der höchste kommerzielle Bungee Jump der Welt). Aber auf keinen Fall fehlen darf das Lawnwood Snake Sanctuary. Selten habe ich eine so spannende und gute Führung erlebt, die bis zur letzten Sekunde spannend ist und mit richtig viel Herzblut präsentiert wurde. Hier erfährt man alles über Schlangen, was man wissen möchte und darf sich die Tiere natürlich auch um den Hals legen. Wie schon gesagt, besonders Ella ist offen für alle Tiere dieser Welt, auch Schlangen. Und es ist eine gewaltige Erfahrung diese Reptilien zu halten, zu fühlen und die kleinen Experten empfinden die Schlangenhaut als sehr sanft und rein, also gar nicht „glitschig“ wie viele denken. Und so musste das nächste Kuscheltier auch eine Schlange sein.

Und dann gibt es noch das Hog Hollow Horse Trail ein paar Meter von der Lodge entfernt. Freunde der Vierbeiner kommen hier voll auf ihre Kosten. Auf einem traumhaft schönen Wald-Trail geht es ständig auf und ab und für meine Töchter ist die bis zu dreistündige Tour der Himmel auf (Pf)erden. Um das ganze Programm rund um Plettenberg Bay abzuspulen sind wir vier Tage geblieben und zur Halbzeit in die luxuriöse und sehr beliebte Tsala Tree Top Lodge umgezogen. Besonderheit sind die auf Stelzen getragenen Villen, die über die Baumwipfel hinaus ragen und über Laufstege miteinander verbunden sind. Jede ist individuell eingerichtet und sehr geräumig. Sie verfügen über ein Wohnzimmer, ein Schlafzimmer und ein großes Badezimmer. Darüber hinaus gehören ein eigener Pool, ein Kamin sowie eine Aussichtsterrasse zu jeder Suite, in denen natürliche Farben und Materialien vorherrschen. Das hoteleigene Restaurant bietet phantasievolle afrikanische Küche, aber auch europäische und asiatische Spezialitäten. Egal ob man die im Restaurant oder auf der dazugehörigen Terrasse genießt, der Blick auf die Baumkronen gehört zum Menü.

Es muss nicht immer Krüger sein
Hat man sein Programm um Plettenberg Bay geschafft kann man direkt von hier aus zu seiner nächsten Destination fliegen oder wie wir weiter Richtung Elisabeth Port fahren (ca. 3 Stunden), denn etwa 35 km nördlich befindet sich der Addo Elephant Park. Es ist ein Malaria freies Gebiet das von der Garden Route aus leicht zu erreichen ist. Mit Sicherheit sichtet man Elefanten, Löwen und mit ein wenig Glück auch Nashörner und Geparden (wir hatten das Glück). Ein Höhepunkt für Kinder beim ersten Safari-Abenteuer ist das Wohnen in der Safari Lodge. Im Addo Elephant Park gibt es dafür die romantische Gorah Elephant Lodge. Aus den Grundmauern und Ruinen eines 1856 erbauten holländischen Siedlerhauses entstand liebe- und stilvoll das Haupthaus der Lodge, welches von elf Luxus-Safarizelten (die 50 m² Fläche erlauben sogar zwei Beistellbetten) umgeben ist. Die Zelte sind mit Grasdach gebaut und betören durch ihren romantischen Kolonialstil. Die Lage der Lodge ist großartig und wenn man durch das Gorah House mit seinen antiken Möbeln der vergangenen Zeit schlendert gelangt man zu einem ganz großen Highlight: die Veranda. An der nur ein paar Meter entfernten Wasserstelle treffen sich regelmäßig die Elephanten und sorgen für Gänsehaut-Momente wenn man das erste Mal den Dickhäutern in der Wildnis so nahe kommt, noch dazu beim Frühstück oder Mittagessen. Um so mehr freuen sich nun Kinder den Safari-Jeep zu besteigen und das Abenteuer Safari mit in Angriff zu nehmen. Die ersten Eindrücke sind meistens auch die nachhaltigsten: die riesigen Weiten unberührter Wildnis bis hin zum Horizont, das Gefühl grenzenloser Freiheit, wilde faszinierende Tiere aus nächster Nähe kennenlernen, der mit Sternen voll beeindruckender Leuchtkraft übersäte Nachthimmel und die unvergleichbaren Sonnenuntergänge von märchenhafter Schönheit. Wie klein und unbedeutend wir in dieser großen Welt sind. Alles nichts Neues für mich nach dutzenden von Safaris, aber doch ganz neu, es mit der ganzen Familie zu genießen.

Es muss doch Krüger sein
Ist man Safari-Virus infiziert will man mehr, viel mehr. Für Mamas mit extremem Beschützerinstinkt bieten sich besonders die Malaria freien National Parks Madikwe und Phinda an, die eine große Auswahl an Safari Lodges verschiedener Kategorien bieten und wie auch der Krüger National Park über Johannesburg angeflogen werden. Wir geben unser Auto in Port Elisabeth ab und fliegen in den Krüger Nationalpark, der zwar grundsätzlich als Malariarisikogebiet eingestuft ist, aber besonders in der Trockenzeit (Mai bis Oktober) kaum Gefahr in dieser Hinsicht birgt. Die Vielfalt an Lodges dort ist extrem, von einfachen Lodges bis hin zu den luxuriösesten Safari Lodges überhaupt. Interessant ist, dass sich alle, besonders die edlen Camps, immer mehr auf Eltern mit Kindern einstellen. Unser erster Besuch ist die Tintswalo Lodge in der privaten Manyeleti Konzession, die nördlich an das Sabi Sand Reservat, südlich an das Timbavati Naturreservat und westlich an den Krüger Nationalpark angrenzt. Das besondere dieser Lodge ist, dass sie nicht zu einer großen Safari-Gruppe gehört, sondern einem Südafrikaner der eigentlich im Grundstückgeschäft tätig ist. Da er aber so beliebt in Südafrika ist wollten die Einheimischen, welche die Manyeleti Konzession verwalten unbedingt, dass er (!) hier eine Lodge erbaut. X ist bei allem Erfolg und Wohlstand ein Naturmensch durch und durch. Was er anpackt wird zum Erfolg, denn er macht es mit Leidenschaft und Überzeugung. So hat er auch bei der Rallye Dakar ein Team (X) am Start, bei dem sein Sohn mit einem eigens konstruierten Auto das beste südafrikanische Ergebnis jemals eingefahren hat. Seine Frau X hat ein Auge auch für das kleinste Detail und so ist die Lodge und jedes Zimmer individuell und liebevoll eingerichtet. Die gemütlichen Suiten der Tintswalo Safari Lodge spiegeln mit ihrem authentischen Dekor die Pionierzeit des 19. Jahrhunderts wider. Unglaublich aber wahr ist die Erfahrung auf der Veranda der Lodge. Nachdem die Elefanten die Zuleitung für das Wasserloch immer wieder ausgegraben haben, hat man die nach oben verlegt und nun kann man die Elephanten hautnah beobachten, wie sie aus der Baumdusche das kostbare Nass in ihren gewaltigen Rüssellaufen lassen, um diesen dann genüsslich mit lautem „Gluckern“ entleeren. Gewaltiges Kino während des Frühstücks oder beim Mittagessen und wenn die Elefanten mal nicht da sind beschweren sich die Kinder gleicht gewaltig und müssen lernen, dass hier nichts auf Bestellung funktioniert und eine Fernbedienung gibt es auch nicht. Zu Beginn der Safari im Tintswalo wird sofort klar, dass hier der Focus auf dem Naturerlebnis liegt. Unser Guide Fritz und sein Kollege MP haben meine Kinder bereits nach wenigen Minuten begeistert und drei Tage mit einem fantastischen Programm unterhalten. MP ist in Manyeleti aufgewachsen und er findet einfach alles und lässt einen teilhaben am Lesen der Spuren, Fährten und Hinweise. Wir suchen Löwen und wir finden Löwen, aber genau im richtigen Moment. Die immer faulen und schlafenden Katzen strecken sich in der Dämmerung und begeben sich auf die Jagd, halten im Mondschein auf einem Hügel Ausschau nach Beute. Ein toller und unvergesslicher Moment für alle. Das Adrenalin hat sich noch lange nicht verflüchtigt, als in der Lodge schon die nächste Überraschung wartet. Eine große Tafel ist für das Barbecue in der Boma gerichtet und X persönlich sitzt mit seiner Familie an unserer Seite. Ein imponierender Mann mit großem Unterhaltungswert, der selbst gerne Gast in seiner eigenen Lodge ist, denn er ist zu 100 Prozent von dem was er macht überzeugt. Und so ist es auch mit ihm kein Geschäftsgespräch sondern ein fröhlicher Abend mit letztlich zu viel Wein. Dennoch geht es sehr früh am Morgen mit MP und Fritz weiter auf Safari und die birgt noch ein ganz besonderes und seltenes Erlebnis. Wahrlich ist es schon sehr schwer Wildhunde überhaupt zu sehen und unsere beiden Magier zaubern nach aufwendiger Suche gleich ein Rudel mit 13(!) Jungen aus dem Hut (Busch). Die toben und spielen keine 20 Meter vor unserem Jeep, so dass nicht nur die Kinder am liebsten ausgestiegen wären um die kleinen gefleckten Welpen in den Arm zu nehmen. Dann waren da noch der Leopard und die Hyäne (die sich nicht besonders mochten), das reizende Buschfrühstück im Flussbett (mit den unglaublichen Kochstellen), die mit Gips ausgefüllten Löwenspuren (die in der Schule besonders Eindruck gemacht haben), die Malnachmittage und und und. Unsere Kinder können immer noch den Namen von MP korrekt aussprechen, was mir fast nie gelungen ist und für sie sind die beiden unschlagbar. Danke Fritz, Danke MP!

Eine zweistündige Autofahrt bringt uns weiter zu unserer letzten Station, welche zum Abschluss der Reise noch eine wundervolle Krönung sein soll. Es ist die Singita Sweni Lodge im 15.000 Hektar (150 qkm) großen Lebombo Game Reserve im Krüger Nationalpark östlich von Satara. Der Name Singita steht für die exklusivsten und geschmackvollsten Lodge Designs weltweit und das nicht weil die Lodges luxuriös sind sondern vielmehr weil das Design, jedes Detail, jedes Material und die tausenden von Ideen einzigartig sind. Die Safari beginnt quasi schon beim Betreten der Lodge. Jeden Stuhl, jedes Möbel, jede Lampe, die vielen Dekors kann man bestaunen, entdecken und sich daran erfreuen. Irgendwie hat man nichts davon schon mal vorher gesehen und man dreht keinen Wasserhahn, macht keine Schublade auf, ohne zu lächeln, denn es ist nie protzig, sondern voller Esprit – ein Feuerwerk an Ideen. Das Haupthaus der Lodge, aus Glas, Schiefer, Stahl und Holz errichtet, vermittelt durch seine offene Bauweise das Gefühl, mitten in der Natur zu leben. Es ist extrem (!) modern, aber verliert mit seinen natürlichen Materialien und der letztendlichen Genialität nie den Bezug zur Natur, wie auch die vollverglasten Designerlofts, die sich wie Adlerhorste an den Hang schmiegen und direkt auf einer Basaltklippe am Sweni Fluss liegen. Das gesamte Sweni Team ist bemüht, dass die Safari nicht nur eine Safari, sondern ein Abenteuer wird. Und es gelingt: Begegnungen mit Raubkatzen sind in der wundervollen Landschaft mit den roten kunstvoll geformten Felsgruppierungen gesetzt und der fast unsichtbare Leopard wird am Ende doch sichtbar, kommt mit seiner Beute aus dem in der Dämmerung golden schimmernden Gras wie Phönix aus der Asche. Wir stehen direkt vor einer Höhle, die Heimat einer Hyänen Familie. Ungeachtet des zweifelhaften Rufs, den Hyänen genießen, finden unsere Töchter die „Cubs“ mit dem weichen schwarz-grauen Fell einfach nur „süß“. Die sind dann auch noch richtig neugierig und kommen allmählich, je zwei Schritte vor und einen Schritt wieder zurück, an den Jeep und blicken uns mit ihren schwarzen Kulleraugen an. Unweigerlich kommt auch der letzte Abend im Busch immer näher und wir dinieren mit Lagerfeuer, Laternen, Geschichten über Afrika und Sternen am Firmament, die so greifbar nah sind, als würden sie gleich auf den Teller fallen. Und auch Lara und Ella finden immer mehr Gefallen an der Lagerfeuerromantik (die man hier African Bush TV nennt) und vergessen fast, dass es iPad, Playstation und TV überhaupt gibt. Dazu singen und tanzen die Frauen und Männer des Sweni Teams sich vollends in die Herzen unserer Kinder, die begeistert mittanzen. Und wir alle wünschen uns die Zeit bliebe – nicht für immer – aber doch einige Momente länger stehen.

Lebenserfahrung Afrika
Eine Reise nach Südafrika hat großen Einfluss auf das Bewusstsein und den Geist unserer Kinder und nicht zuletzt auch auf uns Erwachsene und unsere Haltung zum Leben. Dieses Naturparadies gibt uns die Möglichkeit, wieder zu uns selbst zu finden und entfacht in Kindern unsere tief verwurzelte Liebe zur Natur. Als Vater und Reisender hoffe ich, auch in ihnen wächst und entwickelt sich der innige Wunsch, die Wunder dieser Erde zu kosten, zu begreifen und zu bewahren.