Six Senses Destination Spa Phuket

Pimp my life

Einfach die Reset-Taste drücken. Noch einmal neu starten. Mit einem verbesserten Körperbewusstsein gleich das Lebensgefühl optimieren. Das im Juli 2008 eröffnete Six Senses Destination Spa auf einer kleinen Insel bei Phuket bietet im luxuriösen Ambiente ein ganzheitliches Wellness-Programm: „Enriching Life“ lautet das viel versprechende Motto.

Inseln sind die perfekten Projektionsflächen für unsere Sehnsüchte. Wenn wir davon träumen, den Alltag mit seiner Hektik, allem Stress und Belastungen ganz weit hinter uns zu lassen, dann wünschen wir uns auf eine Insel. Am liebsten auf ein tropisches Eiland, gesäumt von weißen Sandstränden, an denen sich Wellen sanft brechen, mit Palmen, die sich sachte im Wind wiegen. Was für eine verführerische Vorstellung, in der selbst gewählten Abgeschiedenheit gleich den ganzen Lebensstil umzukrempeln, allen negativen Stress hinter sich zu lassen und zu tiefer Gelassenheit und ei- nem gesünderen, erfüllten Leben zu finden. Nichts weniger verspricht das im Juli 2008 eröffnete Six Senses Destination Spa auf Naka Yai, einer kleinen paradiesischen Insel in der Andamanensee vor der Küste Phukets.

Der Weg zurück zur inneren Mitte beginnt auf Naka Yai mit einem kräftigen Schlag auf einen großen goldenen Gong. Mit dem tibetischen Ritual, das einen Übergang versinnbildlicht, wird jeder Gast im Six Senses Destination Spa begrüßt. Gerade einmal zehn Minuten sind es mit dem Boot von Phuket bis zur Spa Insel, doch sobald man den Anlegesteg betritt, scheint alles hektische Treiben wenigstens 1000 Meilen entfernt. Kleine, sich windende Pfade führen zu den reetgedeckten Gästevillen inmitten üppiger tropischer Gärten. Es duftet nach Minze und Thaibasilikum, nach Zitronengras und Ingwer. Bananenstauden und Feigenbäume säumen die Wege, sämtliche Pflanzen in den Gärten sind essbar. Jede der 61 Villen ist für sich eine Oase der Ruhe. Sie wurden nach ökologischen Gesichtspunkten aus heimischen Hölzern gebaut. Abgeschirmt hinter hohen Mauern bieten sie absolute Privatsphäre. Die Farben im Innern sind sanft, alles wirkt organisch, die Formen sind leicht gerundet, nichts schreit nach Aufmerksamkeit. Die Villen sind mit mindestens 450 Quadratmeter inklusive ihrer Gärten so weitläufig, dass man sich fast darin verliert. Outdoor-Duschen und eine Meditations-Sala komplettieren das Angebot. Ausladende Sonnendecks und ein eigener Pool laden zum Entspannen ein.

Beste Voraussetzungen also, um anzupacken, was der Six Senses Destination Spa offeriert: den gesamten Lebensstil zu verändern, wieder die persönliche Balance zu finden, die Energiespeicher aufzuladen. Dafür hat man die Wahl zwischen sechs verschiedenen vorstrukturierten Life Passages oder individuell auf die Bedürfnisse des Gastes maßgeschneiderten Programmen. Sie umfassen ein einzigartiges Angebot an unterschiedlichen Spa-Treatments, Aktivitäten vom Kajak fahren bis Powerwalking, Yoga, Pilates, Meditation, Thai Chi und als dritte Säule die „Education“ mit persönlichen Beratungen und Vorträgen. „Wir bringen die Leute an den Start“, sagt Managing Director Ana Maria Tavares, die das Konzept maßgeblich entwickelt hat. Ana Maria Tavares gilt als ausgewiesene Spa- Expertin, sie zeichnete schon verantwortlich für das Chiva-Som in Hua Hin, eines der führenden Health-Spas in Thailand. „Die Menschen, die zu uns kommen, sind auf der Suche nach einer Veränderung. Sie sind motiviert, wir wollen sie auf die richtigen Schienen setzen.“ Und dabei reagiert man absolut flexibel auf die unterschiedlichen Wünsche der Gäste. „Nicht flexibel sind wir bei unserer Philosophie“, so die Managerin. Und zur Philosophie des Destination Spa gehört, dass Fernsehen tabu ist, mobile Telefone und Internet allenfalls in den Gästevillen genutzt werden sollen. Kein Einfluss von außen soll die Konzentration auf das Selbst, die Reise in die eigene Mitte stören.

Herzstück der Anlage ist der 7000 Quadratmeter große nach Feng Shui-Richtlinien gebaute Wellness-Bereich mit 44 Behandlungsräumen in vier eigenständigen Spas, einem chinesischen, einem indonesischen, einem thailändischen und einem indischen. Ihre Architektur wie auch die verwendeten Materialien spiegelt die landestypischen Bauweisen wieder, Bambus im chinesischen, Teakholz im indonesischen Bereich. Sie offerieren traditionelle Treatments, die ihre Wurzeln in der chinesischen Medizin oder in der jahrhundertealten indischen Heilslehre Ayurveda haben. Mittelpunkt des indonesischen Spas bildet ein Watsu Pool für spezielle Wassertherapien. Der thailändische Bereich, in dem die viel gerühmten Thai-Massagen verabreicht werden, beinhaltet eine Massage Schule, in der Gäste diese Technik erlernen können. Will man entgiften, sich von Stress befreien, mehr Energie verspüren, ein paar Pfunde verlieren oder einfach nur entspannen? Am liebsten natürlich alles und wenn möglich in wenigen Tagen. Bei einer Konsultation zu Beginn legt eine Nurse den individuellen Fahrplan fest, nachdem sie mögliche Risiken abgeklärt, Vorlieben und Gewohnheiten erfragt hat.

Mit einem prall gefüllten „Wellness Calendar“ geht es zur ersten Behandlung, der chinesischen „Yin Ceremony“. Das zwei Stunden und zwanzig Minuten dauernde Ritual bringt einen zum Schweben. Zu Beginn wird der ganze Körper bei einer Acupressure-Massage kräftig durchgeknetet. Ein Peeling auf der Basis von Grünem Tee sorgt für eine Tiefen-Reinigung, bevor die Haut mit der Six Senses Ylang Ylang- Body-Lotion einbalsamiert wird. Wenn beim abschließenden Facial das Gesicht sanft massiert wird, wünscht man, das Treatment solle niemals enden.

Der Tagesablauf gleicht einem Ritual. Der Morgen beginnt mit Yoga in einer Freiluftsala auf einem Felsenvorsprung direkt am Meer oder einer speziellen Form von Thai Chi, mit fließenden, eingängigen Bewegungen, bei dem man eine subtile Form der „Body Language“ erlernt und die Körperwahrnehmung schärft. Wer raus in die Natur will, entscheidet sich für eine Kajaktour durch die Mangroven oder ei- nen Power-Walk am Strand. Eine Treppe führt hoch auf das Sonnendeck des indischen Spas, wo der traumhafte Blick über die stille Adamanensee die entspannende Wirkung der sensationellen indischen Kopfmassage noch vertieft. Der typische Shiodara Ölguss löst selbst hartnäckigste Verspannungen im Nacken, die anschließende Massage mit zart nach Lavendel duftendem Öl macht den Kopf frei und löst Blockaden. Massagen, Wraps, Facials und Scrubs mit exotisch klingenden Namen wie Rose-Bliss Balm, Pra Kob Thai oder Russie Blanche Siberian Petals folgen, allesamt mit aromatisch duftenden, natürlichen Ingredienzien.

Unterbrochen wird das Verwöhnprogramm von Mahlzeiten aus der Spa Cuisine, die einfach nur köstlich munden. Im Tonsai-Restaurant gibt es Fisch, kein Fleisch, dafür viel frisches Gemüse mit Kräutern und Früchte aus organischem Anbau, das meiste aus dem eigenen Garten. Den Salz- streuer auf dem Tisch sucht man vergebens. „Gifte, die sich im Körper ansammeln und sich spätestens mit 40, 50 bemerkbar machen“, merkt Ana Maria an. Das gilt auch für Alkohol. Selbstverständlich spricht nichts gegen ein Glas trockenen Wein zum Abendessen. Zum Frühstück werden frisch zubereitete Köstlichkeiten serviert, wie Buchweizencrepes mit aromatischer Thai- Mango und Kokoscreme, die zum Niederknien gut schmecken. Bei einer Cooking Class mit dem südafrikanischen Küchenchef lernt man, dass selbst eine Holzofenpizza mit schmackhaftem Auberginenmus und getrockneten aromatischen Tomaten so zubereitet werden kann, dass sie in ein Gewichtsreduktionsprogramm passt. Nicht weniger gesund, lecker und vielfältig geht es im zweiten Restaurant zu, wo ausschließlich Rohkost serviert wird, ein wichtiger Baustein der Detox-Programme. Am Mittag bleibt Zeit, am blendend weißen Sandstrand ein wenig in der Sonne zu dösen, sich ab und zu ins wohlig warme glasklare Meerwasser gleiten zu lassen oder im großzügigen Infinity-Pool ein paar Runden zu schwimmen. Kaum streckt man sich auf der Sonnenliege aus, kommt ein Beach-Butler und serviert einen köstlich sämigen Detox-Smoothie. Wenn doch der Weg zur inneren Mitte immer so weich abgefedert wäre!

Nach so viel Entspannung erwacht die Lust, selbst aktiv zu werden. Eine Kinesis- Lektion ist im „Wellness Calendar“ einge- tragen. Das Training an diesem superstylischen verspiegelten Fitnessgerät verbessert Haltung und Kraft. Die junge Thailänderin ist eine traumhafte Trainerin. Sie versteht es, so zu motivieren, dass man wirklich an die eigenen Grenzen geht. Ihr energisches „One more!“ lässt einen weitermachen, auch wenn man insgeheim seufzt, nein, es geht gar nicht mehr. Ein Effekt, der durchaus wünschenswert ist, denn,„Wir können nur wachsen, wenn wir uns fordern“, lautet Bryan Hoares Credo. Der Australier fungiert als Wellness Direktor und paddelt jeden Morgen von Phuket mit dem Kajak zur Insel. Sein Focus liegt auf dem Stress-Management. Stress gehört zum Leben, er lässt uns Höchstleistungen vollbringen. Es kann also nur darum gehen, Techniken zu entwickeln, wie man den Stress managt. Zum Beispiel mit Meditation und Massagen. Ihre Wirksamkeit ist messbar, sie senken den Blutdruck, lassen das Herz ruhiger schlagen, sorgen für erholsameren Schlaf. Vor allem aber mit Bewegung. Bryan ist fasziniert, wie schnell sich Körper, Haltung und Ausstrahlung verändern, wenn Menschen Bewegung in ihr Leben bringen. Letzten Endes geht es um ein ausgewogenes Verhältnis von Anspannung und Entspannung, es geht um Balance, um die innere Mitte – das ist das ganze Geheimnis. „Der Körper sucht immer nach Ausgleich,“ sagt Bryan Hoare, „und alles ist verlinkt, Körper, Geist und Seele. Was wir hier anbieten, sind keine Ferien. Es geht um so viel mehr: um die Möglichkeit, persönlich zu wachsen.“

Damit diese Veränderungen nachhaltig sind und im Alltag fortwirken können, gibt es die „Education“-Programme mit Vorträgen zur richtigen Ernährung sowie Konsultationen bei Experten und Lifestyle-Beratern. Eine davon ist Ramona L. Galardi. Die in Indien geborene und in London aufgewachsene Therapeutin hat eine sehr spezielle Form des Reiki entwickelt, das sie „Vibrational Alchemy“ nennt. Sie kombiniert die traditionelle japanische Heilmethode Reiki mit dem Klang tibetanischer Schalen sowie Kristallen und löst damit Energie-Blockaden. Der Spezialist Dr. Taworn hat eine modifizierte Akupunktur-Technik entwickelt, die mit unterstützenden Atemübungen der Zivilisationskrankheit Rückenleiden zu Leibe rückt.

Ganz alleine macht man sich auf den Weg durch das Labyrinth des „Sensory Garden“. Der spirituelle Pfad durch das Garten-Labyrinth will eine Reise in das tiefste innere Selbst versinnbildlichen. Man soll langsam und konzentriert gehen, den Prozess beobachten; wenn man das Zentrum erreicht, innehalten und beobachten, was geschieht. Und mit dieser gewonnenen Haltung wieder zurück Schritt für Schritt in die Außenwelt gehen. Wenn es dann gelingt, ein Quäntchen dieser neuen Ruhe mit zurück in den Alltag zu nehmen, ist unendlich viel gewonnen. Zum Abschied von Naka Island schlägt man wieder den goldenen Gong. Der zweite Schlag klingt schon entschiedener, auf jeden Fall hallt er länger nach. Ein Effekt lässt sich sofort spüren: Der lästige Jet Lag nach Fernreisen bleibt diesmal komplett aus. Und das ist ein viel versprechender Start in den Alltag.

 

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