Tansania Asilia Safari

Tansania Asilia Safari

Tansania Asilia Safari

 

Asilia - Die afrikanischen Herzensbrecher

 

Der Name Asilia steht in Swahili für „echt“ oder „authentisch“ und ist das Motto des 2004 gegründeten Unternehmens Asilia Africa. Die Besitzer des Unternehmens kombinieren ihre langjährige Safari-Erfahrung, ihre Leidenschaft und ihr Engagement in Ostafrika, um ihren Gästen ein modernes und ursprüngliches Safari-Erlebnis zugleich zu garantieren. Dabei stehen Familiengeist, Teamwork und Einsatzbereitschaft an erster Stelle, um eine Safari anzubieten, die den echten Unterschied für die Gäste macht. Und da Asilia auch seine Wurzeln in Afrika hat, ist eine grundlegende Vision, den Erfolg in den Wildgebieten der Lodges auch den Menschen und der Natur dort gleichermaßen zugute kommen zu lassen. Dass dies nicht nur leere Worte sind zeigt der große Erfolg von Asilia Africa, denn die schnell wachsende Safarimarke hat nun schon 23 Camps und Lodges in Kenia und Tansania und beschäftigt mehr als 900 Mitarbeiter. Wahre Lobgesänge dringen aus Afrika an die Ohren von Safariliebhabern, die auch ich nicht überhören konnte und da es um Afrika geht werde ich schnell schwach: Asilia ich komme!

Ich liebe Tansania und freue mich auf das Land wie beim ersten Mal, obwohl ich nun schon zum vierten Mal dorthin reise. Tansania besteht nicht nur aus der Serengeti. Es gibt dort viele einmalige Naturschutzgebiete oder Nationalparks, wie Selous, Ruaha, Katavi oder Mahale Mountains (einer der schönsten Orte, die ich jemals besucht habe). Es war also gar nicht einfach, eine Auswahl mit Asilia zu treffen, welche Lodges ich auf meiner 14-tägigen Reise besuche. Geeinigt haben wir uns zu guter Letzt auf vier Lodges in den Gebieten Ngorongoro Conservation Area, Serengeti Nationalpark (Nördlicher Teil), Rubondo Nationalpark und Selous Game Reserve.

 

Der Garten Eden - The Highlands im Ngorongoro Conservation

Um es gleich vorweg zu sagen: Es fiel mir sehr schwer, den „Krater“ in meine Reiseroute aufzunehmen. Auf der einen Seite stellt er ein einzigartiges Naturwunder dar, auf der anderen Seite sind die vielen Jeeps, die sich den Krater hinabwälzen und sich teilweise um Löwen oder Nashörner aufbauen, nicht nur grenzwertig sondern schon abstoßend. Aber letztendlich – ich kenne den Ngorongoro Krater ja schon – habe ich mich entschieden, das Asilia Lodge dort zu besuchen, um herauszufinden, ob es nicht doch Möglichkeiten gibt, den Krater ohne „wenn und aber“ zu genießen. Erst mal zum Ngorongoro Krater selbst: Man bezeichnet ihn nicht umsonst als Garten Eden, hat man hier doch Schädel, Knochen und Fußspuren gefunden, die Millionen von Jahren alt sind. Und solche Gedanken sind unausweichlich beim Blick vom Rand des Ngorongoro-Kraters hinab zur Savanne, wo Tausende Zebras, Gnus und Büffel grasen, zum Akazienwald, zum Flamingosee. Professor Bernhard Grzimek, der Schützer der Serengeti, dessen Urne hier begraben ist, nannte den Krater das achte Weltwunder. Weltnaturerbe ist das Schutzgebiet schon seit 1979, nun trägt es auch noch den Titel Weltkulturerbe. Na klar, das will jeder sehen, der nach Tansania kommt, also wird dieses Fleckchen Erde überrannt. Um an den Krater zu gelangen muss man auch eine schon eher aufwendige Fahrt in Kauf nehmen. Dort oben in den Bergen gibt es keine einzige Landebahn, also muss man zum Lake Manyara fliegen und von dort mit dem Jeep ca. drei Stunden ins Hochland fahren, der Kraterrand liegt auf stolzen 2.300 Metern. Folglich ist es hier auch deutlich kühler, Aktivitäten wie Wanderungen oder Safaris in den frühen Morgen- oder späten Abendstunden können teilweise empfindlich kalt sein. Die Gegend hier mit ihren Vulkanbergen, üppigen Urwäldern, Wasserfällen und tiefen Schluchten erinnert bisweilen an die grünen Highlands von Schottland.

Asilia Africa hat sein erst 2016 eröffnetes Camp hier schlicht „Highlands“ genannt. Es ist das höchstgelegene Camp im Ngorongoro-Schutzgebiet und fällt mit seiner einzigartigen Kuppelarchitektur völlig aus der Reihe gewohnter afrikanischer Camp-Architektur. Entsprechend bin ich zunächst etwas sprachlos, als ich das Camp zum ersten Mal betrete. Dies ist sicherlich nicht die Art von Safari Camp, wie es Oma und Opa vielleicht kennen oder sich vorstellen. Man traut seinen Augen kaum, wenn man die über den Berggrat verteilten acht geodätischen Iglus sieht, dessen bauchige Kuppeln mit Plexiglasfenstern bestückt sind, die einen grandiosen Blick auf die Hochebene erlauben. Dieses außerirdisch anmutende Design ist gewagt, aber letztendlich überragend gelungen. Die Frage, ob sich das Camp hier in die Natur einfügt erübrigt sich. Es tut es. Umso mehr, wenn man erfährt, dass diese Architektur für Asilia Africa kein bloßer Design-Stunt war, sondern eher einen pragmatischen Hintergrund hat. Die gewölbte Form ist ideal, um die Wärme über die Nacht hinweg zu speichern, da man auf 10.000 Fuß über dem Meeresspiegel für die Gäste jedes Stückchen Wärme retten möchte, um die Gebäude auch bei den nächtlichen Temperaturen gemütlich zu halten. Und diese bauchige Form kombiniert mit gemütlichem Bett, Korbsessel, Holzofen und Teppichen aus Rinderfell auf den 

Böden verleihen dem Inneren einen unglaublichen Wohlfühlcharakter. Die holzgetäfelten en-suite Badezimmer erinnern an eine skandinavische Sauna – ziemlich ungewöhnlich für ein Safari Camp! Drei Gemeinschaftszelte – ein Loungebereich, eine Bar und ein Speiseraum – sind auf verschiedenen Ebenen angeordnet und durch Holzstege miteinander verbunden. Diese sind in der Struktur ähnlich (betörend). Wohliges Zentrum der Lounge, welche die größte Kuppel darstellt, bildet ein Holzofen, der von einem kreisrunden Holzsofa umgeben ist. Ein weiteres Highlight ist das holzgetäfelte Barzelt, in dem eine Auswahl an stilvollen Sitzgelegenheiten zu finden ist. Alles in allem immer mit einem Prädikat ausgezeichnet: Sehr gemütlich! Eigentlich möchte man das Camp gar nicht verlassen, wenn man auf der Frühstücksveranda sitzt und diese Aussicht in sich aufsaugt. Aber es gibt Einiges zu entdecken und dann ist da ja noch der Krater. Wir machen uns sehr(!) früh auf den Weg in Richtung Ngorongoro Krater, denn das lohnt sich wirklich. Man möchte kaum glauben, wie wenige Fahrzeuge in den frühen Morgenstunden da sind. Jede Sekunde genießt man nun dieses Weltkulturerbe, bis sich der Krater doch allmählich füllt und so manche Tierbeobachtung eher an ein Geländewagen-Treffen erinnert. Aber so ist es eben mit vielen schönen Flecken auf dieser Erde: Man teilt sie mit vielen. Kritikpunkt bleibt aber, dass die Regeln doch verschärft werden sollten, um den Tieren mehr Abstand zu gewähren. Der Krater ist nicht übermäßig groß und nach dem Lunch machen wir uns wieder auf die Rückfahrt, denn es gibt noch viele andere Dinge hier zu erleben. So besuchen wir am Nachmittag ein Massai Dorf ganz in der Nähe des Camps. Hier geht es nicht 

so touristisch zu wie beispielsweise in der Masai Mara (liegt wahrscheinlich an der weitaus geringeren Besucherzahl). So empfangen uns gar keine Männer, die gleich das Geschäftliche regeln wollen und das übliche touristische Schauspiel mit Tanz und traditionellen Sprüngen abhalten. Wir sind einfach nur Gast im Dorf. Die ganze Natur um das Highland Camp ist ein Eldorado für Naturfreunde und Wanderer. Ein Beispiel ist der Aufstieg zum Olmoti Krater beginnend beim Ranger Posten welcher etwa 30 Minuten Fahrt vom Camp entfernt liegt. Ein alter Massai Kuhpfad führt langsam aufsteigend durch den Wald zu einem Punkt, wo eine wunderschöne Aussicht für alle Mühen entlohnt. Der Aufstieg dauert nur etwa 30 Minuten. Oben angekommen kann man weitere zehn Minuten zu einem kleinen Wasserfall absteigen. Absolutes Highlight für mich ist aber der weniger bekannte Empakaai Krater. Die Fahrt zum Empakaai führt durch die Bulbul Senke und dauert etwa 1 Stunde. Vom Kraterrand erkennt man in der Ferne den Ol Doinyo Lengai, Tansanias aktivsten Vulkan. Nun beginnt zusammen mit dem Ranger ein toller Abstieg zum Kraterboden durch dichten Wald bis zum Kratersee, wo mit etwas Glück sehr, sehr viele Flamingos zu sehen sind. 

Mein Resümee: Ich bin im Nachhinein doch froh, den Ngorongoro Krater in die Reise integriert zu haben. Der Krater ist immer wieder ein erhabener Anblick und die vielen Leute muss man eben in Kauf nehmen. Die Highlands Lodge alleine ist den Besuch hier wert und die Wanderungen (besonders zum Empakaai Krater) genießt man dann völlig abseits vom Trubel.

 

Das Spektakel - Sayari Camp in der Serengeti

Serengeti leitet sich von dem aus der Sprache der Massai stammenden Begriff „Siringitu“ ab: „das endlose Land/die endlose Ebene“. Bis zum Horizont reichende flache Grassteppen im Süden, leicht hügelige, gering bewaldete Ebenen im Norden, die zentrale Savanne annähernd baumlos. Berühmt geworden ist sie hierzulande nicht zuletzt durch den oscarprämierten Dokumentarfilm aus den Sechzigern „Die Serengeti darf nicht sterben“ der beiden Deutschen Michael Grzimek und seinem berühmteren Vater Dr. Bernhard Grzimek. Letzterer war einflussreichster Naturschützer seiner Zeit und erforschte als bedeutender Wissenschaftler die „Great Migration“ in der Serengeti und Masai Mara. Über eine Million Gnus sind jährlich vom selben uralten Rhythmus des Lebenskreislaufes getrieben. Auf drei Wochen wilder Gebietskämpfe und stürmischer Paarung folgt der Kampf ums Überleben, wenn sich bis zu 40 km lange Züge auf der alljährlichen Wanderung nach Norden durch Flüsse kämpfen, an deren Ufern bereits unerbittliche Krokodile und Löwen lauern. Schließlich der nur kurze Zeit dauernde Wiederaufbau der Spezies durch mehr als 8.000 Kälbergeburten täglich, bevor die 1.000 km lange Pilgerschaft erneut beginnt. Begleitet werden die Gnus von mehr als 200.000 Zebras und 300.000 Thomson Gazellen, die sich dem Zug der Gnus nach frischen Weidegründen anschließen. Die wie von unsichtbarer Hand gesteuerte Wanderung dieser unfassbaren Menge an Grasfressern, wie sie in keinem anderen afrikanischen Nationalpark zu finden ist, mit dem immer wiederkehrenden Kampf auf Leben und Tod zwischen Raubtier und Beutetier macht die Great Migration zu einem manchmal grausamen, immer faszinierenden jährlichen Spektakel. Die unsichtbare Hand, welche die Migration bestimmt, ist letztlich das Wetter, weshalb die Wanderung jedes Jahr etwas anders verläuft: unterschiedlicher Beginn, andere Routen, neue Stellen für die gefährlichen Flussüberquerungen. „The Crossing“ nennt sich dieser Thriller und ist für jeden begeisterten Safarianhänger ein lang ersehnter Wunschtraum. Ich war mehrmals in der glücklichen Lage sowohl in Kenia, als auch in Tansania dieses Spektakel erleben zu dürfen. Und ich weiß auch, dass sich der nördliche Teil der Serengeti am Besten dazu eignet, nicht nur das Geschehen an sich zu erleben, sondern auch in etwas kleinerem Kreise – Also nicht mit unzähligen Geländewagen, die sich fast gegenseitig den Abgrund am Flussufer hinunterdrängen.

Also habe ich bewusst das Sayari Camp auserwählt, welches in der nördlichen Serengeti an den bekannten Kogakuria Kopjes liegt. Von dieser Felsgruppe blickt man weit über die Serengeti Ebenen, das Mara River Valley und die sogenannte Lamai Wedge Region in der nordwestlichen Serengeti bis zur Grenze nach Kenia. Ganz in der Nähe des Mara Flusses gelegen, ist es Ausgangspunkt für Safaris im ruhigeren Teil der Serengeti und hat bei der jährlichen Tierwanderung einen Logenplatz. All das in einer geschmackvollen und komfortablen Umgebung mit freier Sicht in alle Himmelsrichtungen. Das Camp ist so angelegt, als gäbe es gar kein Camp. Unauffällig, in vollkommenem Einklang mit der Natur. Die Zelte sind sehr geräumig, luxuriös und im klassischen Safari-Stil eingerichtet. Man fühlt sich hier einfach wohl und das war es dann auch schon, denn der Rest in der Serengeti ist Safari, Safari, Safari.…

Und zur richtigen Jahreszeit wird man dann zum Teil des besagten Thrillers „The Crossings“. Anfangs benötigt man unendlich viel Geduld, folgt für Stunden den Gnus, die sich allmählich am Fluss zu immer größer werdenden Herden sammeln. Hier tasten sich die Herdenführer der Vierbeiner immer näher an das Wasser heran an Stellen, die schon seit Jahren von den Gnus zum Queren benutzt werden, an denen das Wasser seichter ist. Dieses Zweifeln und Abwägen kann Stunden, manchmal Tage dauern, es kann aber auch sehr schnell gehen. Den Startschuss gibt schließlich einer der Herdenführer, der plötzlich ins Wasser springt und wild entschlossen Richtung anderes Ufer schwimmt. Und wie ein Platzregen zur Monsunzeit bricht sich nun eine urwüchsige Dynamik Bahn, wie man sie wohl nur einmal erlebt. Tier um Tier springt ohne zu zögern ins Ungewisse, hunderte, tausende Gnus und Zebras folgen den Führungstieren in blindem Vertrauen, bringen das Wasser des Mara zum Kochen. Die Krokodile hatten sich längst in Position gebracht, wollen nun ebenfalls für das lange Warten belohnt werden. Das Getöse dieser Masse an Tieren, springend oder schwimmend, durchdringt die sonst so einmalige Stille der Serengeti, lässt die Luft erzittern. Doch sobald das letzte Tier das andere Ufer erklommen hat, kehrt schlagartig wieder Ruhe ein, zieht die Heerschar gemächlich weiter als wäre nichts gewesen, in Richtung der ersehnten grünen Weideflächen. Die Zurückgebliebenen wurden von den Krokodilen entweder sofort verspeist oder in deren Vorratskammern gebracht. Satt und zufrieden legen sich die Krokodile in die Sonne, die Herde wird vom Duft der nach dem Regen sprießenden Grashalme unaufhaltsam weiter getrieben, für Trauer bleibt keine Zeit, der Kreislauf der Natur beginnt von Neuem. 

Der Beobachter ist nach diesem Erlebnis immer noch wie gebannt, die Glücksgefühle der Eindrücke wirken lange nach. Man beginnt zu begreifen, dass man zu einem auserwählten Kreis gehört, der dieses Abenteuer genießen durfte, weit weg von den Reifenabdrücken der meisten anderen Geländewägen. Es gibt im Norden eben nicht so viele Camps wie in anderen Gebieten der Serengeti, zudem sind exklusive Veranstalter in der Lage, mit ihren guten Guides herausragende Safaris abseits des Trubels zu bieten. Doch die Serengeti „lebt“ nicht nur von ihrer Migration, ihre zauberhafte Landschaft alleine ist schon einen Besuch wert. Besonders der nördliche Teil mit seinen kleinen Felsmassiven ist ein afrikanisches Märchen. Die in warmen Brauntönen kartoffelähnlich geformten Felsbrocken formieren sich in der endlosen Ebene zu inselartigen Gebilden, dekoriert mit markanten Bäumen und Sträuchern. Nicht selten thront an deren höchster Stelle der König der Steppe, die Mähne golden in der Sonne schimmernd, den Blick über die Weite seines Reichs schweifend. Anlegen, anvisieren, kurz arrangieren und abdrücken: posterwürdig.

Egal zu welcher Jahreszeit, man kann nie sagen, was einen in der Nordserengeti erwartet, fest steht nur, dass man etwas erleben wird. Die einzigartige Lage in der Nähe des Mara Flusses bietet unvergessliche Safariausflüge in fantastischer Landschaft, beeindruckt mit riesigen Krokodilen, garantiert beste Chancen, zwischen Juli und Oktober die berühmten Flussüberquerungen der riesigen Gnuherden zu erleben. Aber was mir am meisten imponiert sind die Pirschfahrten zwischen den  bereits beschriebenen Serengeti-Felsinseln. Im Morgengrauen, in der Mittagsglut oder im Abendrot: Immer betören die Felsen mit ihren schimmernden Brauntönen und kunstvollen Formationen, häufig verbirgt sich eine Überraschung hinter der nächsten Kurve. Und kurz vor Sonnenuntergang erstrahlt die Serengeti prächtig und würdevoll in der Abendsonne,  manche Felsen scheinen Feuer gefangen zu haben, der Himmel kleidet sich in Farben, die man nur aus Gemälden kennt. Die Stimmung ist feierlich, es scheint Ruhe einzukehren – doch in der Natur ist es nur die Zeit unmittelbar vor der Wachablösung, vor der Nachtschicht. Dies weiß auch unser Guide und es beginnt die Suche nach verräterischen Spuren eines scheuen Zeitgenossen: dem Leopard. Der Guide kennt jeden möglichen Winkel, er weiß jedes Anzeichen, jedes kleinste Geräusch zu deuten, das auf die gefleckte Raubkatze hinweisen könnte. Nicht mehr lange und das warme Abendlicht für gute Aufnahmen wird am Horizont erlöschen… – doch dann wird man eben hier im Norden der Serengeti immer wieder fündig. Erst eine Löwin mit etlichen Jungen hinter einem Felsen (für jeden normalen Safaritouristen niemals zu finden). Stolz sitzt sie oben auf einer Felskuppe, genießt den Sonnenuntergang, während der Nachwuchs mit Spieleinlagen großes Kino liefert. Das Kindchenschema verfehlt seine Wirkung nicht, wir sind hingerissen von den kleinen Löwenbabys. Und dann noch ein Leopard der sich im Abendrot auf einem der Felsen seinen Überblick verschafft. Schließlich bricht die Dunkelheit herein, die Löwenmutter bringt ihre Kinder in Sicherheit und der stolze Leopard verlässt seinen Aussichtpunkt. Beide bereitet sich auf ihre nächtlichen Pflichten vor: die Nachtschicht beginnt, die Jagd.

 

Die Baobab Kunstgalerie - Jabali Ridge Camp im Ruaha Nationalpark

Nun geht es weiter in eine Region die selbst für mich neu ist. Dem Ruaha Nationalpark, in dem es nur sehr wenige Lodges überhaupt gibt, eine davon das Asilia Jabali Ridge Camp. Also war es gar keine Frage, dieses Camp war ein Muss auf der Liste. Wir fliegen von der Serengeti etwa zwei Stunden in den größten Nationalpark von Tansania. Der Name des Parks leitet sich vom Fluss Ruaha ab, der die südöstliche Parkbegrenzung bildet und entlang dessen die besten Straßen durch das Reservat verlaufen. Die Flora des Parks ist besonders schützenswert, denn im Ruaha-Nationalpark wachsen um die 1.400 Pflanzenarten. Zudem findet sich hier eine schier unendliche Anzahl an Baobab Bäumen (afrikanischer Affenbrotbaum). Überall säumen diese kunstvoll wachsenden Bäume die Landschaft. Jeder ist für sich ein Unikat, ein Kunstwerk und man kommt sich vor wie in einer gewaltigen Baobab Kunstausstellung. Alleine dafür hat sich der Besuch in diesem Park gelohnt. Aber auch die Safari hier ist bemerkenswert. Meistens geht es entlang der Flussläufe in beeindruckender Landschaft und man bekommt Elefanten und Löwen gut zu sehen, denn hier befinden sich die größten Elefanten- und Löwenpopulationen der Welt. Die vielen kleineren und größeren Seitenarme des Great Ruaha River überschwemmen in den Regenmonaten von Dezember bis Mai viele Gebiete, um danach für die restlichen sechs Monate unter ihrem Flussbett zu schlummern. Für diese so genannten „Sand-Flüsse“ (sand rivers) ist der Ruaha bekannt. Sie scheinen ausgetrocknet zu sein, doch zwischen hartem Granitstein im Unterboden und der Sandschicht oben verbergen sich unterirdische Rinnsale, die während der Trockenzeit vielen Tieren als Tränke dienen. Am Mwagusi und Mdonya Sand River kann man oft Elefanten beobachten, wie sie mit ihrem Rüssel in Wasserlöcher bohren. Die bemerkenswerte Schönheit von Ruaha liegt nicht nur in der Landschaft, der Vielfalt der Flora und Fauna und diesem großartigen Camp, sondern in dem Gefühl, die Wildnis ganz für sich alleine zu haben. Mit gerade mal einer Handvoll an Besuchern gleichzeitig in einem Gebiet, das der Größe von New Jersey entspricht, erleben Gäste hier eine außergewöhnliche Safari Erfahrung.

Jede dieser Safariausfahrten endet immer wieder gleich: Die Freude auf das Jabali Ridge Camp. Da ist Asilia ein weiterer großer Wurf gelungen, um nicht zu sagen ein ganz großer. Zwei riesige Baobabs stehen am Eingang des Jabali Ridge, ein Hinweis darauf, dass die Natur hier König ist. Nicholas Plewman Architects aus Johannesburg musste bei der Planung der Acht-Suiten-Lodge mit Bedacht vorgehen, da man um die kolossalen Granitfelsen herum bauen musste, die störrisch auf dem Gelände liegen. „Die Idee war, um die Schatten der riesigen Felsbrocken herumzuarbeiten, aber die Dächer so flach zu halten, damit die Erhebung niemals mit ihnen konkurrieren würde oder mit ihnen kollidieren würde“, sagt Nicholas Plewman. „Die Felsbrocken bieten eine außergewöhnliche Magie und Majestät, sind bei acht Lodges innerhalb des unregelmäßigen Geländes aber auch ein Problem bei der Platzierung.“ Laut Plewman nimmt jeder Raum die Natur in den Mittelpunkt. „Der Ausgangspunkt war, dass der ideale Raum überhaupt kein Platz sein würde, nur der tiefe Schutz eines Felsbrockens oder Baobabs“, sagt er. „Wir haben uns bemüht, unsere Räume so offen wie möglich zu gestalten und gleichzeitig eine luxuriöse und sichere Umgebung zu schaffen.“ Natürliche Stoffe sind auch der Schlüssel. „Auf Texturen, Naturprodukte und ökologische Themen wurde viel Wert gelegt“, sagt Innenarchitektin Williams-Wynn. Und nach einer schweißtreibenden Pirschfahrt mit einem der hervorragenden Guides von Jabali können die Gäste einen ausgesprochen fotogenen Infinity-Pool mit Randstrom sowie den nahe gelegenen Spa nutzen. Und was gibt es Schöneres, als sich bei einer Ganzkörper-Baobab-Ölmassage zu entspannen, während das Geräusch des Busches träge vorbeizieht.

Sowohl die Lodge als auch das Privathaus teilen die gleiche rustikale Ästhetik, mit riesigen, schwindelerregenden Felsbrocken und dichter Laubvegetation anstelle von Mauern. Die Gemeinschaftsräume der Lodge mit einem Essbereich, einer Lounge und einer Bar sind ähnlich einer Aussichtsplattform angeordnet und aus indianischem Teakholz und Schilf aus dem Ruaha River gefertigt. Es ist der perfekte Ort, um die atemberaubende Aussicht auf das Reservat zu genießen.

Bei allem Design, bei allem Luxus, bei allem Service und allen Annehmlichkeiten gibt es auf Jabali Ridge am letzten Tag noch eine Steigerung. Inmitten dieses naturgegebenen Arrangements an warmen runden Felsformationen im Eingangsbereich wird uns ein Open-air-Dinner geboten, das seinesgleichen sucht: Hunderte von Laternen geschmackvoll in den Felsen angeordnet und etliche Feuerstellen bilden ein grandioses romantisches Setting für ein unvergessliches und einzigartiges Dinner-Erlebnis. Dankeschön!

 

Zugabe - Roho ya Selous im Selous 

Weiter fliegen wir in den südlichen Teil Tansanias, in das riesige Selous Game Reserve. Der Durchschnittseuropäer hat noch nie davon gehört, aber das Wildreservat Selous erstreckt sich mit über 50.000 Quadratkilometern über mehrere Regionen Tansanias, entspricht somit in etwa einem Siebtel der Fläche Deutschlands. Es gehört seit 1982 zum UNESCO-Weltnaturerbe, ist das größte kontrollierte Wildschutzgebiet in Afrika. Bei meinem ersten Besuch 2001 war ich von der Vielfalt des Gebiets bereits angetan. Weite Ebenen, vertrocknete enge Flussbette, mehrere Biome von Dickichten, die vielen Miombo-Wälder (Baumsavannen) mit ihren Akazien oder die grünen Ufer der Flüsse Ruaha und Rufiji mit Unmengen an Flusspferden und Krokodilen. Alles ist hier geboten, bei einer geringen Dichte an Camps in dem riesigen Gebiet. Daran hat sich seitdem nichts geändert. Man darf sich allerdings keinen so dichten Wildbestand wie in der Serengeti oder der Masai Mara vorstellen. Hier bedeutet Safari wirklich Safari, nämlich nach Wildtieren suchen. Gleichzeitig sind diese an Besucher und Jeeps noch lange nicht so gewohnt wie in anderen Parks, bleiben nicht immer wie angewachsen stehen. Giraffen, Elefanten oder Gazellen suchen gerne mal das Weite, wenn man ihnen auf die Pelle rückt. Das Selous Gebiet ist etwas für erfahrene Safari Touristen, die sich an diesen einmaligen Landschaften erfreuen und letztendlich auch gerne auf die Pirsch gehen, besonders wenn es um die Fährte der vom Aussterben bedrohten afrikanischen Wildhunde geht. Das Selous ist eines ihrer letzten Zufluchtsgebiete mit ca. 1.300 Tieren. Zudem verleihen eine Reihe von Seen – wie Tagalala, Manze, Nzerekea, Siwando und Mzizimia, die durch Wasserstraßen miteinander verbunden sind, dem Gebiet die Anmutung des Okavango-Deltas von Botswana.

„Roho ya Selous“ bedeutet „Herz von Selous“ und bezieht sich auf die einmalige Lage zwischen dem Lake Manze und dem Lake Nzerekea, den wichtigsten Anlaufstellen für die Wildtiere des Selous. Das Schutzgebiet ist ungefähr so groß wie die Schweiz und von den wenigen zugelassenen Camps ist das Roho ya Selous eines der kleinsten und exklusivsten. Die Zimmer sind geräumig und stilvoll in erdigen Grün- und Grautönen gehalten. Natürliche Materialien wie Steinböden, Holzmöbel und Schilfwände werden verwendet die an Bambus erinnern und den Schlafbereich und das Badezimmer voneinander trennen. Schmale, von Steinen markierte Wege führen zu den einzelnen Zelten, vermitteln das besondere Gefühl, völlig alleine im Busch zu übernachten. So darf man auch nicht verwundert sein, wenn nachts Nilpferde röchelnd das Zelt streifen oder man einen brüllenden Löwen ein paar Meter entfernt hört (aber nicht sieht) – es gehört zum Leben im Busch und ist eines der herausragenden Alleinstellungsmerkmale von Roho ya Selous. Doch selbst das lässt sich noch überbieten. Sogenanntes Fly Camping bietet Ihnen die einmalige Möglichkeit, alleine mit den Geräuschen des afrikanischen Buschs um Sie herum zu schlafen, die einzigen Lichter sind die Sterne über Ihnen – ein wohltuender Gegenentwurf zu Glamping. Asilia ist einer der wenigen Betreiber, der so eine außergewöhnliche, höchst abenteuerliche Möglichkeit des Fly Camping bietet. 

Wer ins Selous kommt, kommt auch wegen der Wildhunde, die hier noch zahlreich leben. Dazu müssen oft größere Distanzen überwunden werden, besonders wenn man die Hetzjagd eines Rudels afrikanischer Wildhunde erleben möchte. Diese Tiere mit ihrem markant gescheckten Fell sind in ganz Afrika stark gefährdet und kommen nur im Selous Wildschutzgebiet noch in großer Zahl vor. Während ihrer Jagd verfolgen sie ihre Beute über zwei bis drei Stunden und erreichen dabei Geschwindigkeiten bis 55 km/h. Mit Abwarten hat das wenig zu tun. Unser Guide fährt teilweise atemberaubend schnell auf den haarsträubenden Wegen, immer ein Auge ins Dickicht gerichtet, wohin die Wildhunde sich orientieren. Einzelne Mitglieder der Jagdgesellschaft trennen sich von der Hauptmasse der Verfolger, um dem Wild notfalls den Weg abschneiden zu können. Ist das Beutetier erreicht, zerreißen es die Hunde und beginnen zu fressen, ohne es zu töten – ein Anblick, der immer wieder Entsetzen auslöst. Dieses grausame Verhalten hat jedoch Gründe. Den Jägern fehlt die Kraft der großen Räuber wie Löwen und Leoparden, die ihre Opfer schnell töten. Hyänen verfolgen genau das Verhalten der Wildhunde. Sie versuchen, den flinken Läufern die erlegte Gazelle zu stehlen. Also müssen die Jäger schnell fressen. Ist die Jagd vorbei kann man die Vierbeiner als treusorgende Familientiere bestaunen, die nach dem Motto handeln: Jeder ist für jeden da. Im Gegensatz zu den echten Wölfen haben sie keine starre Rangordnung, ihr Sozialverhalten ist vorbildlich (das löst dann wiederum Beschämung aus, wenn man es mit unserer Welt vergleicht). Wer Tansania in seinem kompletten Paket erleben will ist bei Asilia Africa in besten Händen. Es gibt Camps in allen Regionen und nicht nur in den berühmten Gebieten wie Serengeti, Tarangire oder Ngorongoro. Das pure Safari-Erlebnis steht immer im Vordergrund und einige der neuen Camps gehören zum Besten was Afrika zu bieten hat. 

Besonders erwähnenswert ist auch, dass der Preis für diesen hohen Standard extrem attraktiv ist und Roho ya Selous sich nicht am oberen Ende der Luxusanbieter einordnet. Was für mich trotz der oft überwältigend schönen Camps noch beeindruckender ist sind die Menschen hinter Asilia Africa. Ich habe in Afrika noch nie erlebt, dass man nicht freundlich oder bestens „umsorgt“ wurde. Aber Asilia schießt hier schlichtweg „den Vogel ab“: Das fängt am Morgen beim Frühstück mit einer förmlich ansteckenden guten Laune des Servicepersonals an und hört bis zum Abend nicht auf. Ob Guide, Service, Manager oder Nachtwächter, nirgends habe ich so das Gefühl gehabt, dass diese Menschen Spaß haben an dem was sie tun und für wen sie es tun. Dafür habe ich größten Respekt und das ist auch das Sahnehäubchen dieser Reise. 

Danke Asilia.

 

 

 

Fact sheets

 

Tansania ist ein ostafrikanischer Staat am Indischen Ozean, der südlich des Äquators zwischen 1° und 12° südlicher Breite liegt, mit einer Fläche von ca. 945.000 km² und einer Nord-Süd-Ausdehnung von ca. 1.200 km, die in etwa der Ausdehnung von Ost nach West entspricht. Tansania hat acht Nachbarstaaten, Kenia und Uganda im Norden, im Süden Sambia, Malawi und Mosambik sowie Ruanda, Burundi und die Demokratische Republik Kongo im Westen. Das tansanische Festland besteht aus einer 16 bis 64 Kilometer breiten Küstenebene mit tropischer Vegetation, der 213 bis 1067 Meter hoch gelegenen Massai-Savanne im Norden und einem Hochplateau im Süden (900–1200 Meter), das bis zum Malawisee reicht. Aufgrund der geologischen Lage in einer tektonischen Bruchzone gibt es in Tansania riesige Krater und Vulkane wie der Mount Rungwe (2960 m), der Mount Meru (4562 m) und der höchste Berg Afrikas, der Kibo (5895 m). Im Nordwesten Tansanias liegt die Serengeti (Massai-Sprache: „weites Areal“, „große Ebene“, „unendliches Land“), einer der bekanntesten Nationalparks Afrikas. 

In Tansania ist das Landschaftsbild sehr abwechslungsreich. Der Großteil des Landes besteht aus Waldgebieten, den sogenannten Miombo-Wäldern. Im Westen Tansanias befindet sich ein Regenwald mit seltenen Tier- und Pflanzenarten. Dazu zählen unter anderem das in Europa als Zierpflanze bekannte afrikanische Veilchen und das afrikanische Springkraut. Ebenso abwechslungsreich wie die Anzahl der Pflanzenarten ist auch die Tierwelt in Tansania. In diesem Land sind etwa 1000 verschiedene Vogelarten und etwa 60.000 unterschiedliche Insekten beheimatet. Zudem sind dort Löwen, Geparden, Leoparden, Gnus, Zebras, Büffel, Antilopen, Kudus und Gazellen in teils sehr großen Herden vertreten sind. Daher lassen sich hier weltweit die größten Tierwanderungen beobachten, bei denen die Herden von Tansania‘ Serengeti in die kenianische Massai-Mara ziehen. 

 Tansania ist eines der beliebtesten Reiseländer Afrikas und zugleich ein Land der Superlative: Mit dem Mount Kibo (Kilimandscharo)  und dem Tanganjikasee liegen sowohl der höchste (5.895 m) als auch der tiefste Punkt (-668 m) des Kontinents in Tansania. Tansania ist weltberühmtes durch die Serengeti oder den Ngorongoro-Krater, die beide zum Weltnaturerbe der UNESCO zählen und haben maßgeblich zum Afrika-Bild (und der Afrika-Sehnsucht) der Europäer beigetragen. Der Tarangire National Park wiederum hat sich einen Namen als Reiseziel für Elefantenfans und Birder gemacht. Serengeti , Tarangire und Ngorongoro Krater sind aber nicht die einzigen Safari-Highlights in Tansania, denn auch weniger bekannte Ziele wie der Ruaha National Park oder der Selous (habe ich nun schon 3 mal besucht) treten immer mehr in den Vordergrund und sind Top Destinationen für Safari-Fans, wegen ihrer noch sehr wenigen Besucherzahlen. Dazu gibt es am Tanganjikasee noch die Mahale Mountains mit dem wohl derzeit besten Schimpansen Trekking weltweit (für mich einer Safari-Hotspots auf dieser Welt).

Tansania ist ein Safari-Schwergewicht mit der größten Vielfalt an Tieren und Landschaften, dem einzigartigen Naturschauspiel der Migration und Add-on, wie Abenteuer-Trekking am Kilimandscharo und Luxus und Entspannung an den weißen Sandstränden von Sansibar.

 

Beste Reisezeit

Da das Land direkt südlich des Äquators liegt, sind, was die Temperaturen angeht, keine deutlichen Jahreszeitenwechsel spürbar. Man kann lediglich von einer Trockenzeit (zwischen Mai und Oktober) und zwei Regenzeiten sprechen - der großen (März bis Anfang Juni) und der kleinen (Oktober/November), die allerdings nicht alle Regionen betrifft. Allgemein spricht man von tropischem Klima. Die ganzjährigen Durchschnittstemperaturen liegen tagsüber grundsätzlich selten unter 25°C, übersteigen aber je nach Region oft auch die 35°C – besonders in den Tieflagen. Besonders nachts variieren die Temperaturen saisonbedingt stärker, je höher man kommt: so können Sie auf dem zentralen Hochplateau im Landesinneren, beispielsweise in Arusha (unterhalb des Kilimanjaro) auch mal auf 15°C abfallen. Die Temperaturen sind also nicht die Hauptgründe für bessere, bzw. schlechtere Reisebedingungen in den einzelnen Regionen.

 

Sommerzeit von Dezember bis Februar

Es ist die beste Zeit für die Bergregion und eine gute Zeit für die Safari-Destinationen, denn es herrschen beste Bedingungen für die Tierbeobachtung durch Trockenheit und offene Sicht (wegen niedrigem Gras). Hat zur Folge, dass es die Hochsaison für Safaris ist und damit die teuerste Zeit. 

In den Küstenregionen ist es sehr heiß.

MIGRATION: Die Gnus und Zebras befinden sich im Southern Corridor der Serengeti und bringen dort ihre Jungen zur Welt.

 

Große Regenzeit von März bis Mai

Diese Zeit nicht ideal (und einige Lodges sind geschlossen), allerdings beginnt alles wieder grün zu werden und das ist ein besonderer Anblick (besonders für Fotografen).  Die Savanne wird nun zum satten Weideland, was die Sicht auf die Tiere im hohen Gras allerdings erheblich erschwert (empfiehlt sich für jemand der zum 2ten oder dritten Mal nach Tansania reist). Dafür sind die Preise sind drastisch reduziert.

In den Küstenregionen sind die meisten Lodgen geschlossen.

MIGRATION: Im Mai lässt sich mit viel Glück die spektakuläre Überquerung des Grumeti River durch die Gnus und Zebras beobachten, der Western Corridor ist allerdings kaum zugänglich.

 

Der tropische Winter von Juni bis August

Nun wird es kühler und die für mich beste Zeit für Safaris, besonders in der Serengeti. Ab Juli dürften Schnäppchenjäger auch keine Chance mehr habe auf reduzierte Preise.

Bergtouren, beispielsweise auf den Kilimanjaro oder den Mount Meru sind während der Wintermonate besonders wegen Kälte und teilweise auch Schnee nicht besonders attraktiv.

Perfekte Zeit für Strandurlaub.

MIGRATION: In der Serengeti herrschen nun ideale Bedingungen für die Tierbeobachtung. Die Temperaturen sind angenehm, wenn auch in höheren Lagen nachts kühl. Im Western Corridor lassen sich nun die Gnus und Zebras noch zusammen mit ihrem Nachwuchs bei der Überquerung des Grumeti River beobachten, wo zahlreiche Krokodile auf ihre Beute warten. Im August verwandelt die Sonne den Busch schließlich wieder in ein goldbraunes Meer, die Tiere halten sich maßgeblich an den Wasserlöchern auf und die über eine Million Gnus und Zebras ziehen langsam von der Nord-Serengeti in die benachbarte Masai Mara nach Kenia.

 

Die kleine Regenzeit von März bis Mai

Es wird nun wieder wärmer und die kleinen Regenschauer sind nicht beeinträchtigend. Immer noch eine gute Zeit für Safaris und es lassen sich auch nur sehr schwer Nebensaison Preis erzielen.

Bergtouren sind nun wieder möglich.

Immer noch gut für die Küstenregionen

MIGRATION: Die Gnus und Zebras sind, wenn nicht noch in der Nord-Serengeti, bereits in der Masai Mara in Kenia bei ihrer zweiten spektakulären Flussüberquerung am Mara River angekommen.

 

An-/Abreise

Auf dem Luftweg ist Tansania über einen der vier internationalen Flughäfen, der Julius K Nyerere International Airport in Daressalam (DAR),  der Kilimanjaro International Airport bei Arusha (JRO), der Zanzibar Kisauni International Airport auf Sansibar (ZNZ) und Mwanza International Airport (MWZ) erreichbar. Für Safari Reisende ist nur der Kilimanjaro International Airport bei Arusha (JRO) von Bedeutung. Der wird von KLM oder Türkish Airlines angeflogen.

Ich empfehle eindeutig KLM. Es geht über Amsterdam mit einem entspannten Nachtflug. Die Business Class von KLM hat ziemlich aufgerüstet und ist auf sehr hohem Niveau. Turkish Airlines sind zwei mittel-lange Flüge und eine schlechte Buisnessclass, denn die Distanz von Istanbul nach Kilimanjaro International Airport bei Arusha ist nicht mehr so groß, so dass ein kleineres Flugzeug eingesetzt werden kann, wodurch wieder-um die Business Class sehr bescheiden ausfällt.

 

Sicherheit

Tansania ist nicht so sicher wie Ruanda oder Botswana in den Großstädten. Überfälle und Diebstähle können durchaus vorkommen und deshalb sollte man sich absolut umsichtig verhalten. Also nicht nachts in dunklen Gassen und Straßen spazieren, sondern diese meiden und sich wie in anderen Großstädten an die Regeln halten. Auch der persönliche Guide oder der Hotelportier sprechen meistens schon vorher Empfehlungen aus, was man tun kann und was man sein lassen sollte. Das bezieht sich natürlich auf die Großstädte, im Busch gibt es keinerlei Kriminalität, sondern nur wilde Tiere. Dafür sind die Regeln noch strikter!

 

 

 

 

 

Nationalparks

 

Serengeti-Nationalpark (mit Ngorongoro Krater)

Das Ngorongoro-Serengeti-Ökosystem gilt zurecht als ein „Stück Garten Eden in Afrika“: es handelt sich um eine der schönsten und tierreichsten Landschaften der Erde. Die Serengeti ist wohl die bekannteste Savanne der Welt und steht wie keine andere Region exemplarisch für die Landschaft von Afrika an sich. Sie erstreckt sich vom Norden Tansanias, östlich vom Viktoriasee, bis in die Masai Mara in Südkenia, von der Gesamtfläche von ca. 30.000 km² entfallen knapp 15.000 auf den Nationalpark. Die Serengeti gilt im allgemein als Savanne, ist aber landschaftlich doch variabel. Während der dem dem Viktoriasee zugewandten Teil und die Ebenen im Südosten baumlose Savanne sind, findet man auf den über 2.100m hohen Lobo Hills im Nordosten Berg- und Hügelketten. Wunderschön sind die sogenannten Kopjes, Felsformationen entstanden in Urzeiten durch vulkanische Aktivitäten unter der Erde, besonders häufig im Norden der Serengeti an der Grenze zu Kenia. Heute bieten sie einer Vielzahl von kleineren, aber auch Löwen ruhen sich gern auf den Felsen aus (eines der gesuchtesten Fotomotive).

Serengeti leitet sich von dem aus der Sprache der Massai stammenden Begriff „Siringitu“ ab: „das endlose Land/die endlose Ebene“. Bis zum Horizont reichende flache Grassteppen im Süden, leicht hügelige, gering bewaldete Ebenen im Norden, die zentrale Savanne annähernd baumlos. Berühmt geworden ist sie hierzulande nicht zuletzt durch den oscarprämierten Dokumentarfilm aus den Sechzigern „Die Serengeti darf nicht sterben“ der beiden Deutschen Michael Grzimek und seinem berühmteren Vater Dr. Bernhard Grzimek. Letzterer war einflussreichster Naturschützer seiner Zeit und erforschte als bedeutender Wissenschaftler die „Great Migration“ in der Serengeti und Masai Mara. Über eine Million Gnus sind jährlich vom selben uralten Rhythmus des Lebenskreislaufes getrieben. Auf drei Wochen wilder Gebietskämpfe und stürmischer Paarung folgt der Kampf ums Überleben, wenn sich bis zu 40 km lange Züge auf der alljährlichen Wanderung nach Norden durch Flüsse kämpfen, an deren Ufern bereits unerbittliche Krokodile und Löwen lauern. Schließlich der nur kurze Zeit dauernde Wiederaufbau der Spezies durch mehr als 8.000 Kälbergeburten täglich, bevor die 1.000 km lange Pilgerschaft erneut beginnt. Begleitet werden die Gnus von mehr als 200.000 Zebras und 300.000 Thomson Gazellen, die sich dem Zug der Gnus nach frischen Weidegründen anschließen. Die wie von unsichtbarer Hand gesteuerte Wanderung dieser unfassbaren Menge an Grasfressern, wie sie in keinem anderen afrikanischen Nationalpark zu finden ist, mit dem immer wiederkehrenden Kampf auf Leben und Tod zwischen Raubtier und Beutetier macht die Great Migration zu einem manchmal grausamen, immer faszinierenden jährlichen Spektakel. Die unsichtbare Hand, welche die Migration bestimmt, ist letztlich das Wetter, weshalb die Wanderung jedes Jahr etwas anders verläuft: unterschiedlicher Beginn, andere Routen, neue Stellen für die gefährlichen Flussüberquerungen. „The Crossing“ nennt sich dieser Thriller und ist für jeden begeisterten Safarianhänger ein lang ersehnter Wunschtraum. Ich war mehrmals in der glücklichen Lage sowohl in Kenia, als auch in Tansania dieses Spektakel erleben zu dürfen. Und ich weiß auch, dass sich der nördliche Teil der Serengeti am Besten dazu eignet, nicht nur das Geschehen an sich zu erleben, sondern auch in etwas kleinerem Kreise – Also nicht mit unzähligen Geländewagen, die sich fast gegenseitig den Abgrund am Flussufer hinunterdrängen.

Die Serengeti ist ein Ökosystem ohne Vergleich – Der Tierreichtum ist einzigartig. Selbst als nicht unbedingter Afrika-Fan sollte man hier einmal gewesen sein. Es ist auch der ideale Einstieg für einen Safari-Beginner und ideal für Kinder, denn die sehen ständig Tiere und müssen nicht stundenlang warten bis die Safaripirsch erfolgreich ist. Außerdem sind Kinder mehr an dem sozialen Leben der Tiere interessiert (besonders Babys) und das ist hier zu sehen wie nirgendwo anders. Natürlich ist die Serengeti mit Lodgen gespickt und sehr überlaufen und man muss sich manchmal ein Löwenrudel mit evielen Jeeps teilen. Daher empfehle ich den nördlichen und wesentlich ruhigeren Teil der Serengeti an der Grenze zu Kenia. Weniger Lodgen, direkt an Mara River und landschaftlich für mich auch der schönste Teil.

Der Reisende in der Serengeti kann immer etwas erleben, ob auf den Spuren der Great Migration neugeborene Gnus und Zebras zu erleben, die spannende Überquerung des Mara River zu sehen oder in einem der Buschcamps zu nächtigen, während Tausende von Gnus direkt am Zelt vorbeiwandern – die Serengeti wird ihrem Ruf als einer der schönsten  und spektakulärsten Naturräume des Planeten gerecht. Und auch abseits der Migration gibt es auf Pirschfahrten, geführten Buschwanderungen oder Ballonfahrten immer etwas zu erleben.

 

Ngorongoro Conservation

Auf der einen Seite stellt er ein einzigartiges Naturwunder dar, auf der anderen Seite sind die vielen Jeeps, die sich den Krater hinabwälzen und sich teilweise um Löwen oder Nashörner aufbauen, nicht nur grenzwertig sondern schon abstoßend. Er gehört natürlich auf die Reiseroute, denn Professor Bernhard Grzimek, der Schützer der Serengeti, dessen Urne hier begraben ist, nannte den Krater das achte Weltwunder. Erst mal zum Ngorongoro Krater selbst: Man bezeichnet ihn nicht umsonst als Garten Eden, hat man hier doch Schädel, Knochen und Fußspuren gefunden, die Millionen von Jahren alt sind. Und solche Gedanken sind unausweichlich beim Blick vom Rand des Ngorongoro-Kraters hinab zur Savanne, wo Tausende Zebras, Gnus und Büffel grasen, zum Akazienwald, zum Flamingosee.. Weltnaturerbe ist das Schutzgebiet schon seit 1979, nun trägt es auch noch den Titel Weltkulturerbe. Na klar, das will jeder sehen, der nach Tansania kommt, also wird dieses Fleckchen Erde überrannt.

Man sollte bereits sehr früh am Morgen den Krater besuchen, wenn noch nicht so viele Jeeps unterwegs sind. Ein Safari Vormittag im Krater reicht dann auch völlig und man sollte andere tolle Aktivitäten einplanen wie ein Aufstieg zum Olmoti Krater oder den Empakaai Krater besuchen, denn hier ist man wiederum völlig alleine und kann mit etwas Glück riesige Flamingo Herden sehen (bei letzterem). Auch sollte man hier in den Highlands ein Massai Dorf besuchen, denn hier ist das übliche touristische Schauspiel weniger angesagt wie wo anders. Man ist einfach nur Gast im Dorf.

 

Tarangire-Nationalpark

Der 1970 aus ehemaligen Jagdrevieren gegründete Tarangire-Nationalpark beherbergt die größte Population wild lebender Tiere außerhalb des Serengeti-Ökosystems. Mit rund 2.600 km² zählt er zu den fünf größten Parks in Tansania. Seinen Namen verdankt der Park dem Tarangire River, der sich von Nord nach Süd durch den gesamten Park schlängelt und nicht das ganze Jahr Wasser führt, zumindest nicht auf seiner gesamten Strecke. Tarangire ist noch sehr ursprünglich. Grosse, saisonale Sumpfgebiete, scheinbar endlose Gras -und Strauchsavannen, Akazienwälder, hügelige Weiten und die beeindruckenden Baobab-Bäume dominieren den Park. Ein Besuch in der Trockenzeit ist aber besonders lohnenswert. Wenn die Bachläufe und Wasserlöcher in den benachbarten Ökosystemen versiegen, dann lockt der Tarangire die Tierherden an. Im Oktober und November tummeln sich unzählige Elefanten, Gnus, Zebras, Thompson-Gazellen, Büffel und andere Tiere dann am Fluss und den benachbarten Wasserlöchern. Ausserdem finden Sie im Tarangire viele weitere Tierarten, wie z.B. Giraffen, Löwen, Leoparden, Geparden, Hyänen, Impalas, Strauße, Wasserböcke, Paviane, Warzenschweine oder Flusspferde. Die Sümpfe des Parks ziehen zudem hunderte von verschiedenen Vogelarten an, der Park ist also auch ein El Dorado für Vogelliebhaber.

Sie lieben Elefanten ? Dann kommen Sie am Tarangire nicht vorbei. Er gilt als der Elefantenpark Tansanias schlechthin, nirgendwo in Ostafrika können Sie die Dickhäuter besser beobachten als hier. Schätzungen gehen von mehr als 3.000 Elefanten aus. Es kann durchaus vorkommen, dass Sie an einem einzigen Tag weit über 100 Elefanten zu sehen bekommen. Die Tiere kommen manchmal ganz dicht an die Fahrzeuge heran, ein fantastisches Erlebnis und tolle Fotos sind garantiert.Der Tarangire ist auch berühmt für seine vielen  Baobabs (Affenbrotbäume), die im Nordost-Sektor des Parks dicht beeinander stehen. Er gehört zu den bekanntesten Bäumen des tropischen Afrika und beeindruckt durch seinen mächtigen Stamm, der bei älteren Exemplaren durchaus 7-10 Meter im Durchmesser erreichen kann. 

Der Tarangire ist nur etwa 4 Stunden von Moshi bzw. 2 Stunden von Arusha entfernt. Er ist damit (auch in Verbindung mit dem Arusha Nationalpark oder dem Lake Manyara Nationalpark) besonders gut für eine kleine Safari nach einer Kilimanjaro-Besteigung geeignet. Oder eben für Kurzentschlossene, die nicht Zeit für eine große Safari in die Serengeti haben.  Auch für Familien mit kleinen Kindern eignet er sich wegen der schnellen Erreichbarkeit besonders gut. ( gut asphaltierten Strecke fast bis zum Gate).  Auch für kostenbewusste Safari-Gäste ist der Park ideal, die Eintrittsgebühren sind um einiges günstiger als in der Serengeti oder im Ngorongoro Krater. Aber der Park ist auch sehr gut besucht und man sollte eine Lodge im wesentlich ruhigeren südlichen Teil buchen.

 

Lake-Manyara-Nationalpark

Der Lake-Manyara-Nationalpark ist ein Nationalpark im Norden Tansanias. Im Westen wird der Park durch hohe Klippen des Großen Afrikanischen Grabenbruchs begrenzt, der Manyara-See nimmt den östlichen Teil ein. Im Süden des Parks liegen die heißen Quellen Maji Moto.Der Lake-Manyara-Nationalpark liegt etwa 120 km westlich der Hauptstadt Arusha in der gleichnamigen Region, in unmittelbarer Nähe des Ortes Mto wa Mbu. Der Park befindet sich auf 960 bis 1828 m Höhe über dem Meeresspiegel. Er umfasst eine Fläche von 330 km², von denen etwa 220 km² durch den Manyara-See bedeckt werden. Wenige Meter nach dem Parkeingang windet sich die Straße durch einen üppigen Wald, in dem Hundertschaften von Pavianen am Wegesrand ungestört faulenzen und Diadem Meerkatzen flink durch uralte Mahagonibäume turnen. Genährt wird diese Vegetationsvielfalt durch Bäche, die aus dem Grund des Steilhangs plätschern, und Wasserfällen, die sich über die Klippen ergießen.

Den Kontrast zur Intimität des Waldes bildet die grasbewachsene Schwemmebene, von der man über den 950 m hoch liegenden, sodahaltigen Lake Manyara weit nach Osten zu den zerklüfteten blauen Vulkangipfeln blicken kann, die sich gewaltig aus der endlosen Massai-Steppe erheben. Große Büffel-, Gnu- und Zebraherden versammeln sich auf diesen grünen Ebenen, ebenso wie die sich anmutig durchs Gras bewegenden Giraffen. Am nördlichen Seeufer stößt man auf zahlreiche Flusspferde, die im See eine Erfrischung vor der brennenden Nachmittagssonne suchen.

Der schmale Akazienwald-Gürtel im Innern der Schwemmebene ist der bevorzugte Aufenthaltsort von baumkletternden Löwen und von Elefanten, die sich trotz ihrer eindrucksvollen Stoßzähne vorsichtig und mühelos durchs Dickicht bewegen. Zu den absoluten Besonderheiten des Parks zählen jedoch vor allem die über 400 Vogelarten, die hier beheimatet sind und die in Scharen über das Wasser schwirren. Vor allem die rosafarbenen Flamingos, die auf ihrer Wanderschaft neben den Pelikanen, Kormoranen und Störchen zu Tausenden am See halt machen, bieten ein atemberaubendes Farbenspiel. Der Nationalpark ist nicht besonders groß und eignet sich für eine Safari zu Lande mit Jeep auf dem Weg von Arusha in die Serengeti oder in Verbindung mit Tarangire für eine „kleine“ und günstige Safari. Für eine Flugsafari würde ich den Lake Manyar nicht unbedingt einbauen (außer man möchte wirklich alles sehen).

 

Kilimanjaro Nationalpark

Der Nationalpark Kilimandscharo befindet sich im Norden Tansanias an der Grenze zu Kenia. Der Nationalpark um den höchsten Berg Afrikas wurde im Jahr 1973 gegründet und vier Jahre später für Besucher eröffnet. Seit 1987 zählt der Kilimandscharo-Nationalpark zum Weltnaturerbe der UNESCO. Der Kilimandscharo Nationalpark liegt auf einer Seehöhe von 1.800 bis 5.895m, ist gut 750km² groß und umfasst das mächtige Kilimandscharo-Massiv mit den Gipfeln Kibo, Mawenzi und Shira sowie deren üppig grüne Bergwald- und Regenwaldflächen. Inmitten seiner Wälder lebt eine Vielzahl an bedrohten Tierarten, 140 Säugetiere und an die 2.500 Pflanzenarten. In den unteren Lagen sind Afrikanische Elefanten, Nagetiere, Leoparden, Buschbabys, Büffel, Stummelaffen und Meerkatzen zu finden. Neben der exotischen Tier- und Pflanzenwelt des Kilimandscharo Nationalparks ist natürlich sein Namensgeber der absolute Star der Region. Sein geheimnisvoll klingender Name kann nicht eins zu eins übersetzt werden. Manche Bedeutungen lauten „Berg der Erhabenheit” oder „Berg der Karawanen”. Der Kilimandscharo ist nicht nur der höchste Berg Tansanias und Afrikas, sondern der höchste freistehende Gipfel der Welt. Zu seinem Fuß befindet man sich auf 900m Seehöhe. Der schlafende Vulkan erhebt sich bis in die Wolken auf fast 6.000m.

6 verschiedene Trekkingrouten führen auf den Kibo, den Gipfel des Kilimandscharo, sowie einige anspruchsvolle Bergsteigerrouten. Am höchsten Punkt, dem Uhuru Point, oder am Kraterrand, dem Gilman’s Point, lohnt es sich zu verweilen, denn plötzlich liegt einem ganz Afrika zu Füßen. 

 

Ruaha Nationalpark

Der Name des Parks leitet sich vom Fluss Ruaha ab, der die südöstliche Parkbegrenzung bildet und entlang dessen die besten Straßen durch das Reservat verlaufen. Die Flora des Parks ist besonders schützenswert, denn im Ruaha-Nationalpark wachsen um die 1.400 Pflanzenarten. Zudem findet sich hier eine schier unendliche Anzahl an Baobab Bäumen (afrikanischer Affenbrotbaum). Überall säumen diese kunstvoll wachsenden Bäume die Landschaft. Jeder ist für sich ein Unikat, ein Kunstwerk und man kommt sich vor wie in einer gewaltigen Baobab Kunstausstellung. Alleine dafür hat sich der Besuch in diesem Park gelohnt. Aber auch die Safari hier ist bemerkenswert. Meistens geht es entlang der Flussläufe in beeindruckender Landschaft und man bekommt Elefanten und Löwen gut zu sehen, denn hier befinden sich die größten Elefanten- und Löwenpopulationen der Welt. Die vielen kleineren und größeren Seitenarme des Great Ruaha River überschwemmen in den Regenmonaten von Dezember bis Mai viele Gebiete, um danach für die restlichen sechs Monate unter ihrem Flussbett zu schlummern. Für diese so genannten „Sand-Flüsse“ (sand rivers) ist der Ruaha bekannt. Sie scheinen ausgetrocknet zu sein, doch zwischen hartem Granitstein im Unterboden und der Sandschicht oben verbergen sich unterirdische Rinnsale, die während der Trockenzeit vielen Tieren als Tränke dienen. Am Mwagusi und Mdonya Sand River kann man oft Elefanten beobachten, wie sie mit ihrem Rüssel in Wasserlöcher bohren. Die bemerkenswerte Schönheit von Ruaha liegt besonders in der Landschaft und der Vielfalt der Flora. Etwas für den schon Safari Experten, der immer wieder Neues entdecken möchte. Zum Highlight gehört vor allem die Ruhe des Parks. Denn mit dem Fahrzeug ist der Park nur sehr schwer zu erreichen und damit wenig besucht und man genießt die Safari für sich alleine.

 

Mahale Mountains Nationalpark

Tief im Herzen Afrikas liegt ein Ort von azurblauem Wasser, weißen, sandigen Buchten und einer Kette dramatischer Gipfel, die sich mit einer Höhe von über 2.000 m aus einem üppigen Dschungelwald emporheben. Einer der wohl schönsten Flecken auf dieser Erde (für mich auf jeden Fall). Unglaublich schöne Landschaft und die einzige Greystoke Lodge  im Mahle Nationalpark ist nur mit ultimativen Worten zu beschreiben. Das Erlebnis im Mahale Nationalpark ist nicht mit einer traditionellen Safari zu vergleichen, vielmehr involviert eine Safari in Mahale viel Schimpansen- Trekking und Primaten Sichtungen. Alleine das Trekking. Die saftige Vegetation, entlang; die mit Laub übersäten Wanderwege, über die Flüsse und hinter den versteckten Wasserfällen. Nach einem Morgen, an dem man durch das dicke Laub und bewaldeten Berghänge gewandert ist, ist ein wohlverdientes Bad im kristallklaren See und Sonnenbaden am Strand, der wohl beste Weg den Nachmittag zu verbringen. Ich habe einige Schimpasen Trekking Touren in Uganda und Ruanda gemacht, aber hier ist es von einer einzigartigen Qualität. Der Dschungelwald ist hier nicht ganz so dicht und man kommt den Schimpansen deutlich näher als sonst. Außerdem trifft man sich nicht irgendwo an einer Station mit Park Rangern und muss erst mal alle Formalitäten abhandeln bis es los geht. Hier sitz man direkt im Sand am Ufer des Sees zu Frühstücken und punkt 8:00 tauchen die Guides der Lodge (!) auf und keine 10 Meter hinter dem Hauptgebäude geht es direkt in den Dschungelwald. Besser geht es nicht.

Natürlich ist es aufwendig und damit auch teuer nach Greystoke zu kommen. Ein relativ weiter Flug von der Serengeti über Katavi und dann noch eine Bootsfahrt von einer Stunde sind dafür nötig. Trotz großem Aufwand und einem nicht unerheblichen Betrag ist es Mühe und jeden Euro mehr als wert.

 

Katavi-Nationalpark

Abgelegen, ursprünglich und unbändig erstreckt sich der Katavi-Nationalpark im südwestlichen Tansania. Katavi ist geprägt von wildreichen Ebenen, die sich dem Besucher hinter Waldstücken eröffnen und sich in der Regenzeit mit Wasser füllen. Lediglich 200 Besucher zieht es jährlich in den Katavi Nationalpark. Reisende erleben im Katavi Nationalpark daher die Faszination der Wildnis einer unberührten Landschaft mit seiner reichen Tier- und Pflanzenwelt für sich komplett alleine. Der Katuma-Fluss, mit seinen zahlreichen Schwemmebenen, ist ganzjährig der Anziehungspunkt für Tierbeobachter. Während der Regenzeit, wenn der Fluss mit den Seen „Katavi“ und „Chada“ verschmilzt, lockt er nicht nur unzählige Wasservögel. In der üppigen, sumpfigen Pracht tummeln sich auch mehrere hundert Flusspferde und Krokodile. Später im Jahr, wenn das Wasser während der Trockenzeit immer weiter zurückweicht und die einst üppige Flusslandschaft zu einem seichten Rinnsal schrumpft, pilgern mehrere tausend Tiere an die nun einzige Trinkwasserquelle weit und breit. Es beginnt eine Zeit, in der sich Elefanten- und Büffelherden neben zahlreichen Giraffen, Zebras, Impalas und Riedböcke drängeln, um etwas vom immer knapper werdenden Wasser zu bekommen. Aber nicht nur Durstige kommen zu dieser Zeit an die Ufer des Flusses, in einiger Entfernung lauern in dieser Zeit zunehmend Löwen und Tüpfelhyänen auf leichte Beute.

Das spektakulärste Tiererlebnis Katavis bleibt, trotz all dieser faszinierenden Artenvielfalt, die Ansammlung von Flusspferden. Nirgendwo sonst kommen gegen Ende der Trockenzeit so viele Tiere auf einmal zusammen und drängeln sich unter lautem Getöse in den sumpfigen Flusstümpeln. Je mehr Flusspferde sich an einem Ort versammeln, desto auffälliger wird die Rivalität zwischen den männlichen Tieren. Hitzige Revierkämpfe werden alltäglich ausgetragen. Dem unterlegenen Bullen bleibt nichts anderes übrig, als seinen Platz zu räumen und sich auf die offene Ebene zurückzuziehen. Die Regenzeit reicht von November bis April mit dem Höhepunkt im März und Mai. Während der Regenzeit sind die meisten Camps und Lodges geschlossen.

Auch Katavi ist schwer zu erreichen und iegt auf dem Flugweg zu den Mahale Mountains. Katavi bucht man im Kombination mit Mahale Mountains (bietet Nomad Safaris an ), eine tolle Safari für erfahrene Afrikareisende, die schon alles gesehen haben.  Beides sind noch unberührte Juwele.

 

Selous Game Reserve

Der Durchschnittseuropäer hat noch nie davon gehört, aber das Wildreservat Selous erstreckt sich mit über 50.000 Quadratkilometern über mehrere Regionen Tansanias, entspricht somit in etwa einem Siebtel der Fläche Deutschlands. Es gehört seit 1982 zum UNESCO-Weltnaturerbe, ist das größte kontrollierte Wildschutzgebiet in Afrika. Bei meinem ersten Besuch 2001 war ich von der Vielfalt des Gebiets bereits angetan. Weite Ebenen, vertrocknete enge Flussbette, mehrere Biome von Dickichten, die vielen Miombo-Wälder (Baumsavannen) mit ihren Akazien oder die grünen Ufer der Flüsse Ruaha und Rufiji mit Unmengen an Flusspferden und Krokodilen. Alles ist hier geboten, bei einer geringen Dichte an Camps in dem riesigen Gebiet. Daran hat sich seitdem nichts geändert. Man darf sich allerdings keinen so dichten Wildbestand wie in der Serengeti oder der Masai Mara vorstellen. Hier bedeutet Safari wirklich Safari, nämlich nach Wildtieren suchen. Gleichzeitig sind diese an Besucher und Jeeps noch lange nicht so gewohnt wie in anderen Parks, bleiben nicht immer wie angewachsen stehen. Giraffen, Elefanten oder Gazellen suchen gerne mal das Weite, wenn man ihnen auf die Pelle rückt. Das Selous Gebiet ist etwas für erfahrene Safari Touristen, die sich an diesen einmaligen Landschaften erfreuen und letztendlich auch gerne auf die Pirsch gehen, besonders wenn es um die Fährte der vom Aussterben bedrohten afrikanischen Wildhunde geht. Das Selous ist eines ihrer letzten Zufluchtsgebiete mit ca. 1.300 Tieren. Zudem verleihen eine Reihe von Seen – wie Tagalala, Manze, Nzerekea, Siwando und Mzizimia, die durch Wasserstraßen miteinander verbunden sind, dem Gebiet die Anmutung des Okavango-Deltas von Botswana.

Highlight ist die traumhafte und vielfältige Landschaft mit tollen Seen und Flüssen. Tierbeobachtung wird hier zur echten Safari, denn man muss schon wirklich auf die Pirsch gehen für gute Tierbeobachtungen. Aber wenn man Erfolg hat ist der umso süßer: Denn Selous ist kein Nationalpark, und obwohl es bestimmte Regeln gibt darf der Guide mit Jeep mehr als in den meisten Nationalparks. So darf er auch mal querfeldein fahren, um die zahlreichen Löwenrudel im Reservat aus der Nähe zu betrachten. Und wegen der wenigen Besucher und der gigantischen Größe des Parks hat man jedes Abenteuer ganz für sich alleine. Erreichen tut man das Game Reserve mit ca. 2 Flugstunden von Daressalam aus realtiv einfach.

 

 

 

 

 

 

Essen

Niemand fährt nach Afrika um kulinsrische Glückseligkeit zu erlangen (außer in Südafrika). In der Küche des Landesinneren Tansanias kommen meist Maisbrei („Ugali“), Kochbananen, Bohnen und Spinat auf den Tisch. Als essentieller Bestandteil der tansanischen Küche, dient Ugali als Beilage zu Fleisch und Eintöpfen. Die meisten Speisen der tansanischen Küche sind reichhaltig und fettig, denn oft geht es beim Essen vor allem darum, satt zu werden. Bananen werden in Tansania in vielen verschieden Varianten zubereitet: geröstet, frittiert, angebraten, gegrillt oder als Brei. Auch in Eintöpfen finden Sie in Kombination mit Fleisch Anwendung.

„Mchicha“ ist ein Gemüseeintopf, der zusätzlich Fleisch oder Fisch enthält. Beim Fleisch handelt es sich meist um Rind, Lamm, Ziege oder Hähnchen. Schwein ist aufgrund der vielen Moslems, die in Tansania leben, oft nicht erhältlich. „Chips Mayai“ ist ebenfalls eine absolute Spezialität in Tansania! Eine Art Omlette mit Kartoffeln oder Pommes, das mit scharfer Pili-Pili-Soße verzehrt wird. Die Küche an der Küste Tansanias oder auf Sansibar ist von orientalischen Einflüssen geprägt. Hier treffen indische Chapati, arabische Gewürze und tropische Kokosnüsse aufeinander. Eine reiche Auswahl an Fisch und anderen Meerestieren dominiert die Küche der Swahili Coast.

Alle exklusiven Lodgen bieten eine hervorragende nationale und internationale Küche. Vor allem das Barbecue mit Kerzenlicht Flair ist immer ein tolles Erlebnis. Und wenn die Camps Buschdinner veranstalten schmeckt bei ultimativer Romantik und leuchtendem Sternehimmel das Essen doppelt so gut. 

 

 

 

 

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